Taifun in Japan

Der Taifun Nr. 12, oder Talas, wie er in der internationalen Presse heisst, hat vielen Bewohnern Japans das Wochenenden sehr „versuesst“. Wir hier hatten gluecklicherweise nicht wirklich etwas davon mitbekommen, irgend welche Vorzuege muss ja der Umzug auch mit sich gebracht haben, obwohl selbst Oita noch mit einem blauen Auge davon gekommen war. Das Wochenendwetter war etwas unstetig, man wusste nie, wann der naechste LEICHTE Regenfall kommen wuerde, so dass wir doch lieber auf Waeschetrocknen im Zimmer optierten. Ein grosser Teil von Japan hatte leider nicht so viel Glueck. Der relativ starke und grosse Taifun fuhr seine Fortbewegungsgeschwindigkeit auf atemberaubende 9 km/h runter, das heisst im Klartext, dass man gleich doppelt und dreifach was von dem Stuermchen hatte, weil er einfach nicht in die Poette kommen und sich endlich in andere Gegenden verziehen wollte.

Und auch wenn der Sturm ueber Shikoku und Chuugoku hinwegzuzog, so ist es wieder einmal die Kii-Halbinsel mit den Praefekturen Osaka und Nara im Norden und Wakayama und Mie „darunter“, die so richtig etwas von ihm hatten. Mein Mann machte sich verstaendlicherweise um seine Familie Sorgen und versuchte anzurufen, aber „dank“ des Sturmes war die Gegend telefonisch vom Rest der Welt abgeschnitten. Laut den Medien waren die Schaeden schon extrem: Im Nachbarstaedtchen seiner Heimatstadt stuerzte eine Bruecke in den Fluss darunter (gluecklicherweise ohne Tote und Verletzte), im Mittelteil von Wakayama-Ken wurden Leute von Erdrutschen verschuettet. Teile der Meereskueste wurden von Riesenwellen ueberspuelt. Bilder mit komplett weggeflogenen Daechern geisterten durch die Nachrichten. Gluecklicherweise konnte uns meine Schwiegermutter endlich am Abend mitteilen, dass es allen gut geht, auch wenn vor dem Haus der Oma sich so viel Wasser angesammelt hatte, dass es wohl teilweise auch ins Haus floss. Aber groesseren Schaden gab es trotzdem nicht. Mir tun nur all die Leute leid, die nicht so leicht davon gekommen sind, und koerperliche oder teilweise richtig heftige materielle Schaeden ertragen mussten.

Und… der Taifun Nr. 13 hat sich gebildet, gluecklicherweise scheint er auf einem Pfad zu sein, der ihn noerdlich von Hokkaido entlang fuehren duerfte, so dass die meisten Leute eher kein Problem haben sollten. Und die Haupttaifunsaison hat erst begonnen… .

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