Austauschschuelerfreie Zeit

Unsere liebe Daenin ist leider am 21. Juni frueh in den Bus Richtung Flughafen gestiegen. Das Wochenende davor verbrachten wir in Beppu, bekannt fuer seine heissen Quellen und die Hoellentour. Und den Sonntag verbrachten wir in Kitsuki, ein kleines, unter Touristen so gut wie unbekanntes Juwel, das manchmal auch das Kyoto von Bungo (alter Name der Praefektur Oita) genannt wird. Auch wenn wir leider nur einen halben, viel zu kurzen Tag fuer den Besuch dort hatten, war unsere Daenin begeistert.

Die Zeit nach der Abreise war irgendwie von staendigen Gefuehl gepraegt, dass Drei am Tisch zu wenig waren. Daher blieb dann nur in die Zukunft zu schauen und sich auf die Ankunft unserer naechsten zu freuen und zu hoffen, dass wir auch mit ihr ein schoenes Jahr haben.

Aber jetzt stehen erst einmal die Sommerferien vor der Haustuer. Toechterle hat vom 21. bis zu 24. ein Djembékonzert und kommt dann am Abend nach Hause. Dann bleiben 2 Tage zum Hausaufgabenmachen und Taschepacken, und dann fahren wir zu viert nach Hongkong fuer 9 Tage, um dort Oma zu treffen.

Eine Freundin kontaktierte mich ueberraschend, dass sie dieses Jahr wieder ins Dorf meines Mannes faehrt. Also warf ich kurzfristig meine Plaene um und buchte die Faehre dorthin. Daher werden die Kinder und ich bis zum 15. August dort sein.

Am 18. werde ich die Kinder und unsere liebe erste Franzoesin ins Auto laden und zum Ort einer anderen Freundin fahren, die gerne moechte, dass wir ihr bei der Organisation eines Festivals helfen. Und dann hatte sie uns eingeladen, noch ein paar Tage laenger zu bleiben.

Am 25. (So) kommt unsere neue Franzoesin P. Aber es ist leider auch der Tag, an dem Toechterle von einem anderen Flughafen nach Tokyo fliegen muss oder will, um an einem 2-Wochen Austauschprogramm teilzunehmen. Die Inselkinder werden Kinder aus Guinea treffen. Und sie werden wohl auch den Praesidenten von Guinea treffen. Aber leider bedeutete das auch, dass sie P. um eine Stunde verpassen wird. Wir haben daher mit WYS gesprochen und gefragt, ob sie daher nicht P. zu Toechterles Flughafen schicken koennen. Wir werden also erst P. um 12 Uhr abholen. Dann haben wir ungefaehr 3 h Zeit, miteinander zu verbringen. Und dann bringen wir zusammen Toechterle zum Gate.

Ich freue mich auf die Sommerferien.


Töchterle ist wieder zuhause

Die Sommerferien haben angefangen, und für Töchterle bedeutete das, für 5 Wochen Abschied von ihrer Insel zu nehmen. Die Austauschschüler und anscheinend auch einige Lehrer nahmen die Tagestripfähre, und fuhren knapp 8 Stunden ueber das Sommermeer, bis sie dann sicher in Kagoshima ankamen. Da es mittlerweile schon für die meisten Schüler zu spät war, um doch noch am gleichen Tag nach Hause zu fahren oder zu fliegen, übernachteten sie im Rathaus des Dorfes und verstreuten sich dann am nächsten Morgen in alle 4 Himmelsrichtungen.

Söhnle war schon die ganze Zeit völlig aufgeregt, dass sein geliebtes Schwesterle wieder nach Hause kommen sollte. Und so fuhren wir dann zum Hauptbahnhof, um sie dort vom Shinkansen abzuholen.

Und ich bin begeistert von den Veränderungen. Körperlich ist unsere Grosse jetzt schon ganz schön junge Dame geworden. Und hübsch dazu. Aber am besten ist ihr konstantes Lächeln auf dem Gesicht, das der beste Beweis ist, wie sehr sie auf dem besten Weg ist, mit sich ins Reine zu kommen. Ich weiss gar nicht, wann ich sie das letzte Mal so glücklich gesehen hatte. Sie ist jetzt auch viel mehr verantwortungsbewusst als vorher. Ich erlitt ja fast einen Herzinfarkt, als sie mich fragte, ob sie mir mit irgend etwas helfen soll.

Der Inselaustausch ist wirklich das Beste, was ihr hätte passieren können. Ich freue mich wirklich zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt.

Das einzige Traurige ist, dass sie die Fähre am 25. August zurücknehmen muss, weil sie in der letzten Ferienwoche ein Camp mit den anderen 3 Inselschulen. Unsere neue ATS kommt am 26., und im schlimmsten Fall werden sich die beiden Maedchen nicht vor Weihnachten kennen lernen.

Die Sommerferien sind fast zuende

Irgendwie ist es doch wieder so gekommen, dass die Kinder ihren 3 Sommer bei meiner Schwiegerfamilie am Meer verbringen sollen. Das ist zumindest klimatechnisch die bessere Loesung, da nach dem Ende der dieses Jahr erstaunlich verregneten und nahezu kuehlen Regenzeit die Temperaturen wieder auf 35 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit anstiegen.

Meine Schwiegereltern sollten erst am ersten Wochenende der Ferien kommen, aber leider machte ein Taifun einen Strich durch die Rechnung, so dass fuer mich arbeitstechnisch sehr unguenstig der Besuch auf normale Werktage fiel. Aber gluecklicherweise ging es doch irgendwie.

Meine Schwiegereltern nahmen dieses Mal nicht eine der Faehren zurueck, sondern fuhren mit einer Uebernachtung zwischendurch ueber die Autobahn in Honshuu zurueck nach Hause. Erstaunlicherweise bekam ich keine grossen Klagen ueber das Verhalten der Kinder zu hoeren, erstaunlich, wenn man bedenkt, wie frueher selbst schon mal 2 Stunden zuviel fuer meinen Kleinen waren und in uebelsten Nervtiraden endeten. Meine Kleinen sind wirklich groesser geworden.

Die dieses Mal leider nur etwas ueber 2 Wochen ohne Kinder nutzte ich dazu, das Kinderzimmer aus- und umzuraeumen. Die Kinder hatten sich einen Teppich ausgesucht anstelle der Bodenmatten, den ich dann mit Goettengattens Hilfe verlegte. Und dann sortierte das Spielzeug und anderes aus, gab noch brauchbares weg, entsorgte kaputtes oder unvollstaendiges und versuchte ein Einraeumsystem zu finden, dass fuer Kinder moeglichst einfach war und moeglichst zukuenftige nachtsunamiaehnliche Zustaende verhindert. In der Woche nach der Rueckkehr schafften es die Kinder jedoch schon zweimal, chaotische Zustaende in nichtpeinliche zurueckzuverwandeln, also wage ich doch mal zu hoffen, dass das jetzige System bestand haben wird.

Am 8.8. kam das Precure Kindermusical in unsere Stadt, so dass ich die kleine Tochter meiner Freundin dorthin begleitete. Im Gegensatz zu meiner eigenen Tochter in dem Alter genoss sie das Ganze, und als die Hauptheldinnen zum Ende des ersten Aktes hin in eine brenzliche Situation kamen, liefen kleine Kindertraenen, die getrocknet werden wollten. Natuerlich kam alles zu einem guten Schluss, auf dem Nachhauseweg gab es dann noch die Vorstellung von Doenern, von denen dann einer auch mit grossem Appetit verputzt wurde. Aber dann wollte ein kleines Maedchen doch wieder nach Hause zu Mama, auch wenn diese dann nach dem ersten Tadaima im Spiel mit Bruederle voellig links liegen gelassen wurde.

2 Tage spaeter hiess es fuer uns in Richtung Heimatdorf meines Mannes zu fahren, um die Kinder wieder abzuholen. Wir 4 machten ein bisschen die Gegend unsicher, besuchten Uroma im Krankenhaus und kauften Omiyage fuer diverse Leute. Am 14. war dann das Hauptfestival der Obon-feierlichkeiten, wo ich die Moeglichkeit hatte, die Obontaenze mitzutanzen. Fuer mich war es das erste Mal seit 5 oder 6 Jahren, so dass ich es wirklich genoss.

Aber zuhause ist es doch am besten, und so war ich froh, als es am 15. wieder nach Hause ging.