Arbeitskrankheit

3 Exkolleginnen treffen sich zum Maedchenabend in der Stadt, und dann beim Yakiniku-essen redet man ueber Gott und die Welt? Und was ist dann das eineindeutigste Zeichen, dass wir an der Arbeitskrankheit und/oder PTSD leiden? Wenn dann eine Unterhaltung wie die folgende losgeht:

„Wenn wuerdest du fragen, wenn du Dickdarmkrebs haettest?“ – „Ja, Dr. S. und M.“-„Genau, finde ich auch! Und Dr. H. ist zwar noch jung, aber sehr talentiert.“ „Und bei Speiseroehrenkrebs?“ – „Also nie Dr. B. oder Dr. I!!!!!! Nicht ueber meine Leiche! Wenn, dann ueberhaupt nur Dr. Y.“ „Fuer Leberkrebs koennte man ja dann die 40 km in die uebernaechste Stadt fahren, wo unser bester Leberexperte hin ist.“

Und die Diskussion zog sich ueber mindestens 15 min hin ueber alle Verdauungsorgane. Ganz ehrlich, ich moechte nicht wissen, was die Leute gedacht haben muessen, die das zufaellig mit ueberhoert hatten. Aber wir hatten unseren Spass!

Besuch aus Finnland

Eine kleine Finnin hatte ja gehoert, wie ihre Gastschwester 2 Jahre zuvor zur Abschlussfeier ihrer Klasse wieder zu Besuch gekommen war. Das fand sie toll, und sie fragte, ob sie auch kommen koenne. Klar koenne sie das.

Im Herbst fragte sie noch mal, ob sie uns IRGENDWANN mal im naechsten Jahr besuchen kommen kann. Wenn moeglich, dann zur Abschlussfeier. Klar, sage uns nur Bescheid.

Das kam nichts mehr, und die Wochen vergingen. Die Abschlussfeier am 1. Maerz rueckte auch immer naeher, und nichts passierte. Dann am letzten Mittwoch Maennle: „Du, L. hat mir geschrieben und gefragt, ob sie kommen kann. Ich habe Ja gesagt!“

Ich: „Klar doch! Schoen! Wann kommt sie denn?“

Maennle: Diesen Sonntag um 16.30 Uhr.“

*ich umkipp*

Autokauf

Unser kleiner Nissan Note kommt so langsam in die Jahre und wird auch langsam eng, ausgenommen vielleicht, wir wuerden konsequent unsere Familie auf 4 Leute reduzieren. Aber beide Kinder haben gegenwaertig null Bock dazu. Und selbst Austauschschuelerle meinte letztens zu mir, ich koenne dann doch etwas fuer die naechste ATS hinlegen. *hust* „Fuer wen?“

Jedenfalls besuchten wir am 3. Januarwochenende unseren Nissanhaendler des Vertrauens und liessen uns beraten. Der Leaf war zwar toll, aber Elektroautos haben beim gegenwaertigen Stand der Technik noch eine zu schwache Batterie. Wir koennten ja nicht einmal bis zu IKEA und wieder nach Hause fahren, ohne zwischendurch irgendwo eine Steckdose zu suchen. Unseren Note gibt es auch als Hybriden, was wir dann als Alternative ins Auge fassten, aber damit wuerde sich ja nichts groessenmaessig an dem Auto aendern. Auch wenn wir mit Nissan ueber die lange Zeit sehr gluecklich waren, so rueckte die Firma mangels Alternativen ziemlich weit runter.

Am Wochenende darauf liessen wir die Kinder zuhause und besuchten am Sonnabend einen Toyotahaendler in der Naehe. Dort zogen wir das erste Mal 6-7 Sitzer in die naehere Auswahl, und als moegliche Hybridalternativen blieben Prius und Sienta. Leider gab es letzteres nicht im Showraum, so dass uns der Haendler fragte, ob er uns zu der grossen Toyotashow 2 Wochen spaeter einladen koenne. Prius ist einer der fahrstoffsparsamsten Autos, die es gegenwaertig gibt, aber er bietet auch nicht soooo viel mehr Platz auf den hinteren Sitzen. Und was mich zumindest bei Toyota Japan sauer aufstossen liess, war die Tatsache, dass sie ihre Preise aehnlich wie in dem alten DDR-Witz berechneten.

Trabi mit Extras

Ein LPG-Bauer geht in die Stadt, um sich einen Trabant zu bestellen. Der Verkäufer erklärt ihm, dass es eine Grundausstattung und Extras gibt. Der Bauer fragt: „Was sind den die Extras?. Der Verkäufer fängt an aufzuzählen: „Lenkrad macht zusätzlich 100 Mark, Reifen nochmals 150 Mark, Sitze 200 Mark, Auspuff 50 Mark zusätzlich … .“
Nach ein paar Wochen kommt der Verkäufer zur LPG und will eine Kuh für eine Betriebsfeier kaufen. Er wird zum Bauern geschickt, den er vor ein paar Wochen beim Trabant beraten hat. Der Verkäufer fragt: „Was kostet denn eine Kuh?“. Der Bauer antwortet: „500 Mark. Das ist aber nur die Grundausstattung! Die Extras kosten extra.“ Der Verkäufer ist erstaunt und fragt: „Was sind denn die Extras?“ Der Bauer antwortet: „Schwanz kostet extra 100 Mark, schwarz-weiß gescheckt kostet 200 Mark, Ohren nochmals 50 Mark und der Auspuff ist sogar mit Füllung, macht also nochmals 300 Mark.“
Am Sonntag gingen wir zu Honda, der auch mehrere Hybriden im Angebot hatte. Dort pickten wir uns Shuttle und Freed als moegliche Kandidaten raus. Von der Form her und der Groesse gefiel uns der Freed gut, aber da wir gerne auch mal den Shuttle sehen wollten, arrangierte der Verkaeufer fuer uns einen Termin bei Haendler im naechsten Ort.
Der Shuttle sieht gut aus, hat mehr Platz und kann hinten voellig glatt runtergeklappt werden, was ideal ist fuer die naechste Uebernachtung auf Reisen oder nach dem naechsten groesseren Erdbeben. Aber da ja mal wieder Besuch kommen konnte, oder mal wieder eine Freundin von mir mit will, waere doch vielleicht ein 6 oder 7 Sitzer die bessere Alternative.
Der grosse Toyota-Tag (4. Februar) kam, und wir fuhren zur Messe hin. Die Menschenmenge war gewaltig, aber was will man erwarten, wenn man gratis Sachen abstauben kann. Wir schauten uns den Sienta das erste Mal in natura an, und obwohl ich die Idee, die 3. Reihe der Sitze unter die 2. zu schieben, um eine perfekte Platzausnutzung zu haben, absolut klasse fand (bei Freed werden sie an die Wand gehaengt und nehmen so einen Teil des Laderaums weg), so fand ich besonders die Rueckseite haesslich. Selbst das Display war voellig uncool. Nicht zu vergessen die kleineren Skandale und Produktrueckrufe von Toyota in den letzten 2 Jahren. Und irgendwie sagte auch mein Magen nicht, dass es DAS Auto ist.
Maennle und ich sind beide nicht so fuer grosse Menschenmengen zu haben, so dass wir auf die andere Strassenseite zu Honda fluechteten. Der Verkaeufer war natuerlich hocherfreut, und wir hatten die Moeglichkeit, einen Freed auch mal probezufahren. Boah, was fuer ein Auto! Ich bin ja sonst nicht so der Typ, der sich gerne in unbekannte Autos setzt, aber bei dem hatte ich das Gefuehl ueberhaupt nicht. Das einzige Unangenehme oder besser Ungewohnte ist, dass der Hybrid so leise ist, dass ich mehrmals dachte, ich haette das Auto irgendwie abgewuergt. Aber ein leichtes Tippen aufs Gas brachte den „Kleinen“ wieder zum Fahren.
Wir muessen so wieso vor August ein neues Auto haben, um dem japanischen TUeV zu umgehen, und je nach Modell kann die Lieferung auch mal 1-2 Monate dauern. Also warum nicht? Beim Freed fuehlten wir uns beide gut, es war nicht wesentlich groesser als unser bisheriges, aber hatte die Option auf 6 oder 7 Plaetze. Und die Farbe, die uns beiden am besten lag, konnte in 3 Wochen geliefert werden.
Ja, und so koennen wir am 27. unseren neuen Freed abholen.
the_frontview_of_honda_freed_hybrid_gp3
Und zwar an Folgetag, wo wir ganz ploetzlich fuer wahrscheinlich 2 Wochen 6 Leute werden sollen.