Schon wieder 5 Monate um…

… Es ist erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Um einen kurzen Abriss ueber die Zeit mit H. zu geben:

  • Ende Maerz waren wir zu fuenft in Saga und haben uns den Yayoi-Park Yoshinogari angeschaut und haben auch mal die Burger probiert, fuer die Saga beruehmt ist. Der Park war echt einen Besuch wert, die Burger sind … naja… o.k.
  • In der Goldenen Woche Anfang Mai waren wir wieder zum Tempelcamp in Miyazaki. Auch wenn sie sich am Anfang nicht wirklich darauf freute, eventuell, weil L. nicht wirklich Gutes davon erzaehlte, so genoss sie dann die Zeit doch sichtlich.
  • Mitte Mai waren wir mit unserer Franzoesin in Izumi, Kagoshima, so dass sie damit allen Praefekturen in Kyushu einen Besuch abgestattet hatte.
  • Anfang Juni nahm sich ihre geliebte Klassenleiterin einen Tag frei und nahm sie mit in den Norden der Praefektur Kumamoto, wo sie wohl einen unvergesslichen Tag miteinander verbrachten.
  • Am 18. Juni hatten wir uns alle fuer das Kanjiexamen angemeldet, H. fuer Niveau 8 und 7 (alle Kanji bis Klasse 3 bzw. 4 lesen und SCHREIBEN). Das klingt nicht viel, aber es gibt nichts zum Ankreuzen, sondern man muss alles wissen und aufschreiben. Die Kanji selber schreiben lernen ist nicht einmal so sehr das Problem, viel mehr Kopfschmerzen macht einem die Tatsache, dass man als Auslaender sehr viele Zusammensetzungen lernen muessen, die japanische Kinder einfach kennen. Und das ist bei weitem anstrengender und zeitaufwaendiger als die 100-300 Kanji fuer den JLPT lesen zu lernen. … Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Wir Auslaender haben unsere Teste mit ueber 95% bestanden. Die Japaner nur mit A_sch ueber Stange, wenn das mal eine Kommilitonin von mir ausdrueckte.
  • Am Abend des Tages lud uns H. als kleines Dankeschoen zum Essen ein, was natuerlich eine sehr schoene Geste war.
  • Am 23. Juni hiess es dann, von einer kleinen Franzoesin Abschied zu nehmen.

Komme bald mal wieder, Kleines!

 

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Neue Tueren oeffnen sich…

…richtig weit.

Heute frueh war es so weit, dass ich zum Interview der Oberschule fuhr. Den Weg hatte ich nachgeschlagen, und beim Bus fragte ich dann die Leute dort und wurde in den richtigen reinbuxiert.

In der Schule angekommen wurde ich, anders kann ich es nicht sagen, extrem warm empfangen, wie ich es bis jetzt von keinem zukuenftigen Arbeitgeber bisher erlebt habe. Es stellte sich heraus, dass es weniger ein Interview in Bezug auf meine Faehigkeiten, sondern mehr eines war, ob ich denn wirklich jeden Morgen und Abend den Weg auf mich nehmen wollte.

教頭 先生 Kyouto-sensei (wortwoertlich: Leiter der Lehrer, so etwas wie der stellvertretende Direktor) meinte mehr oder weniger in den ersten  10 min, dass er mich schon nehmen wolle, aber noch das letzte O.k. vom Chef brauche. Und nach einer halben Schulfuehrung mit jeder Menge ueberraschter und freudestrahlender Schueler, die munter aus dem Unterricht winkten, hatte der Chef dann auch Zeit fuer mich, und ich fand Wohlwollen unter seinen Augen.

Er kam dann auch mit ins Schulbuero, wo es dann noch etwas mehr um die Details ging. Und nicht nur, dass sie meinen Unterricht so legen wollen, oder auch eventuelle Klubs, dass ich nicht zu Unzeiten nach Hause komme, nein, als der Direktor hoerte, dass ich mit dem Fahrrad vom Bahnhof zur Schule fahren will, bot er mir an, dass ich beim naechsten Besuch um den 28. ein Fahrrad auf seine Kosten kaufen soll. Mir liefen fast die Traenen, so geruehrt war ich. Insbesondere, weil ich so auf die Schnelle nicht gewusst haette, wo ich so etwas herbekomme und schon fast damit gerechnet hatte, dass ich eines mit dem Auto dorthin nehmen muss.

Der Direktor ist ein aelterer Mann (Der Spitzname ist wohl Jiichan-sensei (Lehrer Opa) in der voellig positiven Bedeutung), den man nur lieb haben kann. Beim Kyouto-sensei und dem Chef der beiden Wirtschaftkurse hatte ich bei beiden ein sehr gutes Gefuehl. Und die Englischlehrerin, mir der ich mich angefreundet habe, erzaehlte auch nur Gutes und ist wohl mit ihrer Schule voll und ganz zufrieden. Das waere das erste Mal, dass nicht irgend jemand kommt und mich mit „Die Arbeit ist dort aber wohl sehr anstrengend.“ oder mit „Die Leute dort haben besondere Persoenlichkeiten. Gib nicht auf!!“ oder aehnlichem vorwarnt. Das ist ja schon mal ein gutes Zeichen!

Und interessant ist auch, dass es neben verhaeltnismaessig vielen Schuelern aus anderen Praefekturen auch relativ viele Auslaender an der Schule gibt. So 100% habe ich bis jetzt das System nicht verstanden, aber die Auslaender dort sind keine Austauschschueler wie unsere Franzoesin. Aber da werde ich schon dahinter kommen.

Ich bin auf jeden Fall voellig begeistert und freue mich auf den 3. April.

 

15 Jahre

Heute ist es also 15 Jahre her, dass Maennle und ich zusammengekommen sind. Und morgen werden es 15 Jahre sein, seitdem wir zusammenleben.

Ich bin immer noch ganz wild in dich verliebt! Vielen Dank fuer all die Jahre!