Pokemon Go

Maennle hatte ja schon vor ueber 3 Jahren Pokemon Go auf seinem Tablet installiert. Bei meinem wurde leider gesagt, dass die Installation unmoeglich war.

Vor 3 Wochen stellte ich dann fest, dass auch auf meinem Tablet die Installation moeglich geworden war. Und so begann ich, mich von Soehnle in die Geheimnisse des Spiels einfuehren zu lassen.

Und die letzten Tage und Wochen haben Soehnle und ich die regenfreien Tage fuer laengere Spaziergaenge benutzt. Fuer mich ist es eine gute Chance, mich zu bewegen. Und fuer uns beide ist eine Moeglichkeit, gemeinsame Zeit zu verbringen und zu „bond“en, wie meine englischsprachigen Freunde sagen wuerden.

Kagoshima und Toechterle

Da nun unsere Reise mit unserer ATS nicht nur einmal, sondern gleich zweimal wegen Taifune ins Wasser gefallen war, schlug ich vor, dass wir doch Toechterle dieses Mal abholen koennten. Und dann koennten wir auch M. gleich noch die Stadt zeigen.

Toechterle war einverstanden, denn eigentlich sollte sie eine Nacht mit den anderen Kindern im Rathaus des Ortes uebernachten, bevor dann jeder sein Flugzeug oder seinen Zug bestieg. Und das letzte Mal hatte es wohl auch viel Spass gemacht, so dass sich sie darauf gefreut hatte. Aber am naechsten Morgen bei der Weihnachtsfeier in einer oertlichen Englischschule mitzuhelfen war ihr dann doch wichtiger.

Wir fuhren also im wahrsten Sinne mitten in der Nacht noch los, damit wir dann viel vom Tag haben. Nach einem Fruehstueck besuchten wir dann den Terukuni Schrein und das praefekturelle Museum. Ersteres war – naja, es ist ein Schrein wie alle anderen gefuehlten 10.000 in Japan. Letzteres war selbst fuer eine noch nicht sooo lesefitte Daenin interessant.

Nicht weit davon befindet sich auch das Tenmonkan-Gebiet, die oertliche Einkaufspassage. Und im Vergleich zu dem, was ich in anderen Staedten gesehen habe, ist diese doch etwas interessanter als der japanische Durchschnitt.

Den Nachmittag verbrachten wir dann am Shinkansenbahnhof, dass im Gegensatz zu unserer Stadt auch wirklich Stadtzentrum ist und als solches auch ausgebaut it. Es gab dort selbst einen, wenn auch seeeehr japanischen kleinen Weihnachtsmann. Und auch so mal durch die Einkaufszentren zu staeubern war wirklich schoen. Ich kaufe auch zwei Spiele, die war zu Weihnachten dann auch ausprobierten.

Als es langsam Richtung Sonnenuntergang ging, schlug Maennle vor, dass wir doch das Riesenrad mal ausprobieren koennten. Als Besonderheit gab es 2 Pokemonkabinen, die unser Kleiner unbedingt mal ausprobieren wollte.

Kleiner gluecklicher Junge mit ganz vielen grossen Pokemon

Dann bekamen wir Bescheid, dass die Faehre eine Stunde frueher als geplant ankommen wuerde, so dass wir uns zu unserem Auto aufmachten und schnell zum Hafen fahren. Und keine 5 min spaeter fuhr das Schiff schon ein und legte an. Und ein ganz schoen gross gewordenes kleines Maedchen sprang uns froehlich in die Arme.

Zoobesuch und ein Loeffel

Eine Freundin fragte mich, ob wir uns nicht mal wieder treffen koennten, was auch ich absolut toll fand. Ich schlug den Zoo vor, weil es gerade ein paar Tage zuvor eine Sendung gegeben hatte, wo berichtet wurde, dass die Raubtiere aus ihrem Asyl in anderen Zoos wieder nach Hause kommen.

Mich erschuetterte schon etwas zu sehen, wieviel im Zoo noch von der Zerstoerung von vor 2,5 Jahren zu sehen war. Aber im Bau sind Arbeitskraefte knapp, so knapp, dass sich selbst die japanische Regierung entschlossen hat, ein gewisses Kontingent an Arbeitskraeften aus dem Ausland zuzulassen. Und das Gros der japanischen ist nach Tokyo abgezogen, um dort fuer die 14 Tage Olympiade im Sommer 2020 zig hunderte Hotels aufzubauen. Und wer kann es den Arbeitern oder Firmen verdenken, wenn sie in Tokyo ein Vielfaches an dem verdienen, was sie in der japanischen Provinz bekommen wuerden?

Die 4 Kinder hatten alle ihren Spass, und trotz Kinderhueten hatten wir trotzdem etwas Zeit, wieder einmal etwas ausfuehrlicher miteinander zu reden. Aber ruckzuck war es 16.30 Uhr, was fuer die Tiere hiess, in ihre Staelle zurueck zu kehren. Ausserdem draengte Soehnle darauf, nach Hause zu fahren, weil heute sein grosses Debut im Spoon sein sollte. Spoon ist so das Kind zwischen Radio und Facebook. Man kann sich dort anmelden und sein eigenes Radio machen. Im Gegensatz zum traditionellen Radio koennen Zuhoerer und Fans Loeffel vergeben und ueber geschriebene Kommentare mit an dem Programm mit teilnehmen. Bis jetzt hatte Soehnle immer nur als Gast in Papas Kanal oder dem eines mehr oder weniger beruehmten DJ’s teilgenommen. Aber die Beiden hatten sich geeinigt, Soehnle die Chance zu geben, sein eigenes Programm zu gestalten. Und darauf freute sich Soehnle schon die ganze Woche. Die Beiden wirkten als Manager mit, das heisst, sie begruessten eingetragene Fans und haetten notfalls eingegriffen, falls irgend etwas weniger Schoenes passiert waere. Aber erstaunlicherweise war das ueberhaupt nicht notwendig. Soehnle redete gut 75 min, bis ihm etwas die Themen auszugehen schienen. Da arrangierten die beiden Manager ein Gespraech mit einer 15-jaehrigen DJ, die Soehnle sich auch gerne anhoerte. Und die Beiden fuehrten ein witziges Gespraech zusammen. Und eher man es sich versehen hatte, waren die 2 Stunden vorueber. Viele Fans baten um eine Wiederholung. Und auch Soehnle bedraengte seinen Papa, ihn das bald mal wieder machen zu lassen. Und wer weiss, vielleicht wird ja bald auch mal eine kleine Daenin als Gast mit auftreten.