Ein tolles verlaengertes Wochenende

Maennle wollte den letzten gemeinsamen Ferien/Urlaubstag (6. Januar) nutzen, um nach Nagasaki zu fahren. Die Jahre davor war es so, dass ich aus aehnlichen Aktionen ausopten musste, weil mein Ex-Chef die Meinung vertrat, dass Urlaubstage nicht zum Spass haben sind, so dass wir keine ohne extrem wichtige Gruende nehmen konnten. Selbst Taifune sind anscheinend kein genuegend wichtiger Grund, als dass man ohne groessere Diskussionen an dem Tag Kinderhueten darf.

Da aber unsere jetzige Teamleiterin uns regelrecht aufforderte, doch um Neujahr mindestens einen Urlaubstag zu nehmen, nutzte ich diese einmalige Chance und nahm mir frei. Wir fuhren wieder nach Shimabara, wo wir vor 3 Jahren schon mit unserer lieben M. aus Deutschland waren. Ein Besuch im Schloss war schoen: Es war zwar richtig kalt, dafuer hatten wir echtes Kaiserwetter mit Sonnenschein und strahlend blauem Himmel.

Seit unserem letzten Besuch ist die Stadt um ein Museum ueber den sogenannten Geo-park und die verschiedensten hauseigenen Katastrophen ueber die letzten 10.000 Jahre reicher. Ich war zwar erst nicht sooo begeistert, musste dann aber zugeben, dass das Museum toll, viel fuer alle Sinne und extrem viel zum Ausprobieren anbieten. Ich kann es jedem Besucher nur ans Herz legen.

Mittag gab es wieder in dem Restaurant mit dem absolut umwerfenden Bueffet auf dem Berg. Und da wir an einem Werktag da waren, war es bezahlbar und mit weit weniger Gaesten als beim letzten Mal.

Dann ging es wieder zu den Hoellen. L. und ich gingen an einem westlichen Auslaender vorbei, und als er mit seiner (wahrscheinlich) Frau sprach, hatte er einen franzoesischen Akzent. Ich erzaehlte es L., aber sie war zu schuechtern und lehnte dankend ab.

Nun gut, ich verstehe ihre Gefuehle. Ich lege ja auch nicht sooooo extrem grossen Wert darauf, mit jedem so einfach daher kommenden Deutschen unbedingt reden zu muessen, nur weil wir aus dem gleichen Land kommen. Wir gingen weiter, und es passierte, dass wir zufaelligerweise mit der Frau ins Gespraech kamen, und so ergab es sich, dass eine Franzoesin aus einem Pariser Vorort, die nur fuer einen Tag die Hoellen besuchte, sehr angeregt in ein Gespraech mit einem Franzosen verwickelt wurde, der aus einem anderen Pariser Vorort kommt, jetzt in Hongkong wohnt und nur fuer einen Tag zufaelligerweise die Hoellen besuchte. Nun gut, ich musste ja auch schon mal von Osaka 4 Stunden lang in die tiefste Provinz reisen, um dort die deutsche Frau des Nachbarsohns kennen zu lernen, meine erste Deutsche nach 1,5 Jahren Japan, die zufaelligerweise am Vortag aus Deutschland angereist war.

Jedenfalls wurde die Hoellentour noch schoener als geplant, und so ging es viel zu frueh wieder in Richtung zuhause.

Kurz vor Neujahr nahmen wir Soehnle mit zu dem kleinen Satellitenshop von IKEA, um ihm ein Bett zu zeigen, dass ich mir gut fuer sein zukuenftiges Einzelzimmer vorstellen konnte. Da es Soehnle toll fand und auch gerade zu dem Zeitpunkt es einen Rabatt darauf gab, entschlossen wir uns, das Bett gleich zu kaufen. Am 7. sollte es dann geliefert werden, und wir nutzten den Tag, das Bett aufzubauen. Es passt genau so in das Zimmer wie vorgestellt, und ein kleiner Junge strahlte ueber das ganze Gesicht. A little boy’s smile? Priceless!

Fuer den 7. (So) hatten sich ueberraschend 2 afrikanische Studentinnen (Kenia und Nigeria) angekuendigt, die ich letztes Jahr auf dem Picknick 4 Tage vor dem Erdbeben getroffen hatte.Wie hatte ich mich gefreut! Gut, ein bisschen verplant war ich trotzdem, aber wir fingen dann an, mit den Kindern die unterschiedlichsten Spielchen zu machen, einschliesslich das Mausespiel und das Spiel des Lebens. Teilweise waren die Spiele echt trivial, aber erstaunlicherweise hatte es trotzdem extrem viel Spass gemacht.

Den Montag verbrachte ich mit Hausarbeit, Einkaufen und einfach nur mal die Beine baumeln lassen, und so war schon wieder viel zu schnell ein absolut geniales Wochenende vorbei.

 

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