Takarazuka-Show

Ich hatte Maennle mehr oder weniger deutlich zu verstehen gegeben, dass ich mir als Weihnachtsgeschenk eine Karte fuer eine Kino-Live-Uebertragung der Jahres-special-show der Takarazuka-Theatergruppe wuenschte.

Da die Kinder als Dankeschoengeschenk fuer gute Arbeit im 2. Trimester Kinokarten fuer Youkai Watch erhielten und das erste Mal alleine ins Kino sollten (in Japan keine Selbstverstaendlichkeit, weil fuer Schulen Kinos als „gefaehrliche Orte“ gelten, wo Grundschueler sich nicht alleine aufhalten duerfen) und Maennle gleich noch fuer Weihnachten einkaufen wollte, fuhren wir also zu fuenft zum Einkaufszentrum mit dem Kino.

Ich hatte zwar vor Jahren mal kurz Takarazuka-Auffuehrungsausschnitte im Fernsehen gesehen und dank einer Freundin auch mal die japanische Version von Elisabeth anhoeren koennen, aber so richtig bewusst hatte ich Takarazuka noch nicht erleben koennen. Daher war ich wirklich gespannt.

Und, ja, ich kann verstehen, warum Todoroki Yu so viele Fans hat. Er oder eigentlich genauer sie ist wirklich hot. Und das, obwohl sie mittlerweile schon schon 47 Lenze erlebt hat. Die Stimme ist auch genial, da kommt man wirklich etwas ins Schmelzen.

Was mich aber etwas irritiert hat, ist die Tatsache, dass Takarazuka gerne als der emanzierteste Ort in Japan bezeichnet wird. Ja, es sind alles nur Frauen, aber unter all den Saengerinnen sind es die OTOKOYAKU – die Maennerdarsteller -, die die wirklichen Stars sind. Die MUSUMEYAKU – die Frauendarsteller -, selbst die Topstars darunter, waren bessere Accessoirs der Show. Also ist es dort auch nicht anders als im ganzen Rest von Japan: Maenner spielen die Hauptrolle und entscheiden alles, Frauen duerfen sich ruhig im Hintergrund aufhalten und im entscheidenden Augenblick helfend eingreifen und Kaffee servieren, den Chor singen. Das hat mich etwas enttaeuscht.

Aber trotzdem will ich mir unbedingt noch einmal eine Show mit ihnen anschauen, entweder in Fukuoka oder mal wieder so im Kino. Zwar war so eine Live-Uebertragung nicht ganz das Gleiche wie ein echter Besuch im Theater, aber dank der Kamera und oft genutztem Zoom konnte man so die Saenger besser sehen als mal es sonst gekonnte haette. Und das ist auch ein nicht unterzubewertender Vorteil.

 

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