Strassenumzug in der Stadt

Am 18. September war wieder der Tag des jaehrlichen Strassenumzugs, aber „dank“ der Erdbeben gab es nicht wenige Diskussion, ob man so etwas im Gedenken an die am haertesten Betroffenen nicht sein lassen sollte. Gluecklicherweise waren die Stimmen, dass man es GERADE deshalb  doch stattfinden lassen sollte, lauter. Und die ueberstimmten auch die Stimmen, die zwar fuer die Durchfuehrung, aber auf weniger Schmuck in den Haaren und insgesamt Farbenfroehlichkeit bestanden.

Unsere „kleine“ Franzoesin war natuerlich Feuer und Flamme, und als Fraeulein 10 hoerte, was ihre geliebte ONEECHAN vorhat, wollte ein kleines Maedchen auch mitmachen. Gluecklicherweise teilte mir meine Kimonolehrerin mit, dass dem nichts im Wege stehen wuerde.

Ich hatte die ganze Woche gebangt, dass das Fest vielleicht wegen des auf Kyushu zuziehenden Taifuns ausfallen wuerde, gluecklicherweise schraubte der aber die Geschwindigkeit etwas runter, so dass er erst 24 h spaeter hier einfiel. Leider schob er so einige Regenwolken vor sich her, und Regenwolken vor einem Taifun haben es in sich. Ich hatte solchen Regen 5 Jahre frueher erlebt, und so hatte ich noch einen Grund mehr, froh zu sein, Nein, danke gesagt zu haben.

Fuer die beiden Maedchen (und auch mich als ihre Fahrerin) hiess es also am Sonntag, um 4 Uhr morgens aufzustehen. Nach meiner Rueckkehr ging es aber wieder ins Land der Traeume bis zu etwas mehr zivilisierteren Aufstehzeiten am Sonntag.

Soehnle und ich machten uns einen schoenen Vormittag und schauten uns einen deutschen Film an, bis dann ploetzlich das Telefon klingelte und Sensei mich bat, Toechterle abzuholen. Sie koenne wohl nach der Halbzeit nicht mehr und wolle nach Hause.

Ich hatte mich ehrlich gesagt auf einen ruhigen Sonntag mit Soehnle gefreut, aber naja. So fuhren wir beide los, unsere Grosse wieder abzuholen. Nach etwas Unterhalten mit Sensei fragte ich Toechterle, ob sie denn wirklich mit nach Hause zum Aufraeumen oder doch nicht lieber an der 2. Haelfte des Umzugs teilnehmen wolle. Sie entschied sie fuer Letzteres, was mir auch recht sein sollte.

Am Abend bekam ich einen Anruf von Sensei, ob es denn o.k. sei, wenn Toechterle noch bis 8 Uhr hierbleibe und dort essen wuerde. Nun gut, der naechste Tag war der „Ehr-die-Alten“-Feiertag und somit frei, so dass ich keine groesseren Einwaende hatte.

Maennle, der mittlerweile auch wach war, holte Toechterle und ihr Oneechan wieder ab, und dann bekam ich erzaehlt, dass Toechterle doch nicht am 2. Teil des Umzugs teilgenommen hatte. *ich leicht verwirrt sei* Auf meine leicht verwirrt klingende Frage wurde mir erklaert, dass Toechterle im Auto von Sensei eingeschlafen war, so dass sie sie wieder mit nach Hause mitgenommen hatte. Und da hatte sie wohl dann mitgeholfen und sich um die kleinen Enkelkinder gekuemmert, bis dann Oneechan und die Tochter von Sensei wieder zuhause waren.

Naja, wie auch immer, jedenfalls haben beide nach eigenen Aussagen ein tolles Erlebnis gehabt, was ja das Wichtigste ist.

 

 

 

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