Stempelkarten

Japaner lieben Stempelkarten. Man bekommt eine Karte, entweder traditionel mit Stempel oder modern mit Chipkarte, und jedes Mal, wenn man im gleichen Laden wieder einkauft, bekommt man einen Stempel, und meistens, wenn man 10 zusammen hat, bekommt man irgendeine Belohnung.

Am 15. machte ich mit Soehnle einen Vertrag, dass er 100 Yen Taschengeld verdienen koenne, wenn er 10 Tage lang Mama und Papa helfen wuerde. Ich hatte ehrlich gesagt nicht wirklich daran geglaubt, aber Soehnle hatte mich in dieser Woche echt ueberrascht. Er ist alleine 2 Mal am Morgen vor der Schule zum Muellplatz gegangen und hat den entsprechenden Tagesmuell weggebracht, der sich in dem Monat seit dem Erdbeben angesammelt hatte. Er hatte das von Toechterle als „nicht aufraeumbar“ erklaerte Kinderzimmer in 30 min alleine aufgeraeumt. Und selbst beim Tischdecken sprang er auch sofort auf, wenn ich nur kurz den Stempel ansprach. Mit dem von heute hat er 7. Sollte sich an seinem Eifer nichts aendern, sollte ich wohl bis Dienstagabend das Geld vorbereiten.

Leider wirkt die Methode nicht bei allen Kindern. Toechterle ist wenig beeindruckt davon, so dass wir da eher nicht auf irgendwelche positiven Aenderungen hoffen sollte. Allerdings muss ich auch sagen, dass es immer haeufiger vorkommt, dass sie doch frueh die Spuelmaschine anwirft, so dass wir am Abend uns nicht erst noch durch kiloweises dreckiges Geschirr kaempfen muessen, bevor wir uns ans Abendessen kochen machen.

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2 Kommentare zu “Stempelkarten

  1. Bestechung hat bei mir auch geholfen, meine ich. Bei meinem Bruder eher weniger *g*.

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