Goldene Woche

Vor 4 Jahren wurde ich von einer Freundin zu einem Camp vom 3. ~ 5. Mai eingeladen, der sich dann als ein Treffen verschiedenen binationaler Familien in einem wunderschoen gelegenen Tempelkomplex im Norden von Miyazaki herausstellte.

GW2016-Temple GW2016-temple entrance

 

Und auch dieses Mal liess ich mir es nicht nehmen, dorthin zu fahren, gerade auch weil ich mal etwas Ablenkung vom Leben mit den Erdbeben haben wollte. Der Weg dorthin war ziemlich nervig geworden, weil die beiden direkten Wege dorthin durch die Erdbeben und davon ausgeloeste Bergrutsche bis in die mittelweit entfernte Zukunft versperrt sind.

Aber die ganzen Plagen, dorthin zu kommen haben sich gelohnt. Es war schoen, Freunde wiederzusehen und mit ihnen zu reden, kochen, grillen und Gintonic zu trinken. Letzteres ist naemlich ein echtes Problem hier, nicht das Gin so das Problem ist, aber an Tonic zu kommen, ist schon ein gewaltiges.

Neben dem traditionellen Grillen am 4. Mai schauten wir uns auch die Ama-no-iwato Hoehle an, in der sich die japanische Sonnengoettin mal versteckt haben sollte, als sie tief verletzt worden war. Die Erdbeben und die damit ausgebliebenen Gaeste haben den fuer uns erfreulichen Nebeneffekt gehabt, dass dies wahrscheinlich das einzige Mal war und sein wird, wo wir nicht von anderen Besuchern totgetreten werden. Und natuerlich durfte auch ein Besuch im oertlichen Onsen nicht fehlen.

Aber das Wichtigste war doch einfach die tolle Zeit, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen dort verbrachten. Meine Kinder waren einfach gluecklich, ihre Freunde wiederzusehen, mit ihnen rumzualbern, am oertlichen Bach zu spielen, spazieren zu gehen oder die Spielzeuge im Gaestezimmer unsicher zu machen. Und es wurde auch Toechterles 10. Geburtstag, der wegen der Erdbeben ausfallen musste, nachgefeiert.

Eine kleine Finnin hatte etwas Muehe zu entscheiden, mit wem sie sich am besten abgeben sollte. Die Kinder, die zwischen 7 und 15 Jahren waren, fanden dann das 18-jaehrige Maedchen aus Finnland doch etwas zu alt, worueber ekF doch etwas ungluecklich war. Aber dann kam sie mit zu uns und fand doch immer wieder ein williges Ohr fuer ihre leidenschaftlichen Reden.

Viel zu schnell waren die schoenen 3 Tage doch wieder zuende, und es hiess, sich auf den Rueckweg zu begeben. Wir fuhren dann den Weg ueber Nishiharamura, in dem das Erdbeben auch mit Wackelgrad 7 gewuetet hatte, und die Zerstoerungen taten einem nur in der Seele weh. Ja, das Erdbeben war schlimm bei uns, aber das ist noch immer kein Vergleich zu dem, was dort passiert ist.

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