„Marathon“

M. vor 2 Jahren war die erste unter unseren ATS, die an einem „Gewaltmarsch“ ueber 30 km bis zurueck zur Schule teilnehmen musste. Sie war nach ihrer Ankunft nur noch ein Haeufchen Unglueck und konnte sich dann fast 2 Tage nicht wirklich bewegen. Und auch wenn die Erzaehlungen doch relativ nach viel Spass klangen, so wurde diese Aktion zu ihrem absoluten Trauma.

Bei J. im letzten Jahr war es anscheinend nicht ganz so schlimm, aber dieses Maedchen nichts erzaehlen wollte, wird es fuer immer ein Raetsel bleiben, was wirklich passiert ist oder wie sie sich gefuehlt hat. Allerdings war sie am Folgetag wieder fit.

EkF’s Schule ist ja eine andere, die keine „wir werfen euch raus und seht dann zu, wie ihr wieder nach Hause kommt“-Aktion macht, sondern „nur“ einen 25 km langen Oster Herbstspaziergang. Fuer sie ging es daher mit dem 6 Uhr-Zug am Sonnabendmorgen zur Schule, und der eigentliche Spaziergang begann um 8.30 Uhr. Das Wetter war perfekt, ja fast ein bisschen zu heiss mit Hoechsttemperaturen von 26 Grad. An die Erfahrungen vom letzten Jahr denkend erwartete ich, dass auch so gegen 16 Uhr ein kleines Haeufchen Elend nach Hause kommen wuerde. Aber wie hatte ich mich geirrt: Kurz nach 14 Uhr rasselte es an der Tuer, und eine gluecklich aussehende, wenn auch leicht muede Finnin kam nach Hause. Nach einem laengeren Bad zog sie sich dann in ihr Bett zurueck, wofuer sie sich auch sehr entschuldigte, auch wenn ich voelliges Verstaendnis dafuer hatte.

Nach dem „Mittagsschlaf“ kam ekF zum Abendessen, und ihr Aussehen war ziemlich schockierend. Sie hatte sich anscheinend einen Sonnenbrand auf ihren Wangen geholt, so dass sie feuerrot leuchteten. Und dazu hatte sie noch einen leichten Hitzeschlag und / oder litt unter Dehydrierung, und sie sah so furchtbar aus, wie sie sich auch fuehlte.Ja, man darf nicht vergessen, dass wir hier auf dem gleichen Breitengrad wie Tunis sind, auch wenn die Winter hier um Welten kaelter werden. Die Sonne aber stoert das gar nicht.

Ich machte mir Sorgen, ob sie vielleicht doch zum Arzt muesse oder ob der Ausflug am Folgetag wirklich durchfuehrbar sein wuerde. Aber gluecklicherweise war ihr Problem nicht so schlimm wie befuerchtet.

So war das Ganze gluecklicherweise doch „nur“ ein schoener, erlebnisreicher Tag, den sie bestimmt nicht so schnell vergessen wird.

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