Gastfamilientreffen

Dieses Jahr war der Sommer bei weitem nicht so unangenehm wie die letzten beiden, auch wenn ein Teilgrund auch das besser isolierte Haus sein koennte, dafuer sind wir dieses Jahr von Regen der Marke „Wir kippen uns STUNDENLANG 20-l Wassereimer ueber den Kopf“ und von richtigen Taifune gesegnet. Das erste Treffen mit der 3. Gastfamilie stand schon wegen eines Taifuns ziemlich in der Schraege, und jetzt, wo die langerwartete Party mit allen 3 GF anlag, sollte wieder ein Taifun ueber unsere Stadt hinwegziehen. Wieder wurde es eine volle Woche voller Bibberns und Zitterns, welchen Weg der auch wieder einmal sehr starke Taifun denn jetzt nehmen wuerde. Gluecklicherweise aenderte sich die Route noch so, dass die Auswirkungen auf unsere Stadt hier so klein wie nur moeglich waren, wenn man bedenkt, dass das Auge des Taifuns ca. 50 km suedlich ueber Kyuushuu hinwegzog, so dass die Party doch stattfinden konnte.

Die Familie H. hatte eine Takoyakiparty geplant, und Goettergatte und ich kauften am Vortag noch ein paar partytaugliche Dinge aus Deutschland, Frankreich und Schweden, um etwas auf das geplante grosse Ereignis einzustimmen. Wir fuhren zusammen mit der Familie der Franzoesin zum Haus der H.s, an dessen Ort ich mich gluecklicherweise noch richtig erinnern konnte. Goettergatte als geborener Kansaimensch hat ja Takoyakibraten schon mit der Muttermilch zusammen eingesogen, so dass er ein echtes Haendchen dafuer hat. Und der Vater der H.s als Kochi-mensch hatte auch ein Haendchen dafuer, so dass uns Frauen relativ wenig Arbeit uebrigblieb vom „Fuettern“ der 2 kleinen Kinder mal abgesehen. Das liess uns natuerlich auch viel Zeit zum Reden: Nicht nur ueber die geplante Aufnahme, sondern auch so ueber alles Moegliche. Ich kann mich selten an so nette Zeiten erinnern wie diese Party.

Als ich den Vater H. das erste Mal traf, hatte ich das Gefuehl, dass sich Goettergatte und er vortrefflich verstehen wuerden. Und ja, als sie sich trafen, hatten sich da wirklich 2 verwandte Seelen getroffen, und die Maenner sprachen bald schon so miteinander, als ob sie sich seit Urzeiten kennen wuerden. Und das ist selbst in Suedjapan nicht wirklich selbstverstaendlich.

Viel zu schnell waren dann schon 5 Stunden vorbei, und da meine Freundin noch einen Termin hatte, hiess es dann doch, wieder Abschied zu nehmen. Gefallen hatte es aber anscheinend wirklich allen, so dass der Vater H. vorschlug, dass wir doch das naechste Mal eine Yakinikuparty machen koennten. Er machte auch den Vorschlag, dass wir doch dann an dem Tag dort uebernachten koennten, dass ein kleines Bierchen oder 2 im absolut Antialkohol-land Japan beim Autofahren kein Problem mehr sein wuerde. Das wird bestimmt ein interessante Erfahrung, wenn dann ploetzlich 8-10 Leute mehr in dem Haus sein werden. Aber fuer ne Nacht ist das bestimmt auch mal ganz nett, und fuer die Dusche am Abend gibt es ein Onsen um die Ecke. Ich hoffe, dass wir die Aktion bald mal machen koennen.

 

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