Kindermund

Soehnle sollte als besondere Aktivitaet im Kindergarten einen Kochtag haben, wofuer ihm wohl strengstens an Herz gelegt wurde, dass er unbedingt eine Schuerze dafuer mitbringen sollte. Austauschschuelerle war so lieb, Soehnle vom Kindergarten abzuholen und war daher mit ihm allein, als er an nichts anderes als seine Schuerze denken konnte. Erst erzaehlte er es ihr wohl mehrmals, dass er fuer den folgenden Tag eine Schuerze benoetige. Als das anscheinend nicht den erwarteten Effekt hatte, fing er an zu komponieren: „Wo ist nur meine Schuerze? Wo ist nur meine Schuerze? Ich mache mir ja solche Sorgen. Ich muss doch morgen O-nigiri machen und habe keine Schuerze.“ Worauf M. entgeistert aufgab, ihn auf die Heimkehr von Mama zu vertroesten und das Schuerzenraussuchen ihr zu ueberlassen und mit einem „Ja, ja, ich habe ja schon verstanden!“ ins Kinderzimmer ging und die Schuerze aus dem Schrank holte.

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