1. Sportfest in der Schule

Der Grossteil des Monats Mai bedeutete fuer Toechterle, dass sie fast jeden Tag Sport hatte, um fuer das Sportfest am 26.5. zu ueben. Die Vorfreude bei ihr wurde auch immer groesser. An das Sportfest unserer ATS von vor einem Jahr gedacht hielt sich der Vorfreude bei meinem Mann und mir in Grenzen. Es will schon was heissen, wenn selbst eine absolut sportbegeisterte ATS nach 3 Stunden Zusehen freiwillig nach Hause kommt, weil sie genug hatte.

Im Gegensatz zum Sportfest unseres Kindergartens, das innerhalb von 2,5 h vielleicht 15 oder mehr Disziplinen erledigt, dauerte es beim Schulsportfest 15 min oder laenger, bis ueberhaupt auch nur eine Disziplin zuende war. Und das Gros davon ist traditioneller Wettlauf auf die eine oder andere Art. Aber vorgewarnt vom letzten Jahr nahm ich mir dieses Mal auch was zu lesen mit, damit ich damit die Zeit totschlagen konnte, bis Toechterle wieder mal an der Reihe ist.

Die Schule hatte verdammt viel Glueck mit dem Wetter. Am Vortage hatte es noch geregnet, der sich dann gegen Abend hin legte. Daher waren die Temperaturen nicht ganz so hoch wie die Tage davon. Allerdings sollte die Regenzeit offiziell am 28. beginnen (9 Tage frueher als im Durchschnitt), so dass seit Sonntagmorgen ein furchtbarer Wind durch die Stadt pfiff, der den Sand auf dem rasenlosen Mehrzweckplatz der Schule nur so aufwirbelte. Eine Boee war so stark, dass sie sogar das ganze Bento unserer Nachbarn vom Tisch fegte. Goettergatten und mir tat es in der Seele weh zu sehen, wie die ganzen Leckereien alle im Dreck lagen. Die Schule nahm das auch gleich zum Anlass, alle Teilnehmer zu warnen, ja auf ihre Bentos aufzupassen.

Nach gefuehlten 10 Stunden war der Vormittag endlich vorbei, und es wurde Mittag. Ich dachte eigentlich, dass wir dann alle auf unserer Plane essen wuerden, aber GG war der Sand zuviel, so dass er Zuflucht in der Sporthalle suchte, die fuer die Mittagspause aufgeschlossen wurde. Aber ganz ehrlich gesagt, hatte GG damit schon recht, dort liess es sich definitiv besser essen.

Die Erstklaessler hatten nur noch kurz vor dem Ende einen letzten Tanz, so dass GG vorschlug, dass er uns doch eben schnell nach Hause fahren und dann vor dem Ende noch schnell wieder kommen und Toechterle abholen koenne. Mir war es recht, ich war ja so etwas von muede. Und Soehnle wird abends unertraeglich, wenn er nicht sein Mittagsschlaefchen haelt. Nach einem kurzen Abstecher zur Eixbox des naechsten Supermarkts ging es dann wieder in die eigenen 4 Waende, wo wir dann auf ein muedes, aber glueckliches kleines Maedchen warteten.

Und uebrigens hatte ihre Gruppe, die weisse, gewonnen. Bei japanischen Grundschulen wird die Schule in Rot und Weiss unterteilt, die dann gegeneinander kaempfen und Punkte fuer die eigene Gruppe sammeln. Bei Mittel- und Oberschulen sind es meistens 3 Gruppen, und zumindest hier in der Stadt scheinen es immer die gleichen Tiere in Rot, Gruen und Blau zu sein.

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