Hausbesuch des Klassenleiters

Aufgrund Goettergattens Arbeitsrhythmus wurde der Hausbesuch bei uns auf den extra Tag gelegt. Da wir die einzige Familie an dem Tag waren, konnte sich unser Klassenleiter etwas mehr Zeit nehmen und musste nicht durch die Inhalte fliegen. Und die Erzaehlungen waren noch positiver, als wir erwartet hatten. Das Toechterle keine Probleme im Unterricht hat, hatten wir ja erwartet. Aber der Enthusiasmus, mit dem der Lehrer erzaehlte, wie sehr sie bei Aufgaben oder Problemen mithilft,war beeindruckend und etwas ueberraschend fuer uns. Toechterle hatte uns auch erzaehlt, dass sie ja schon ganze 22 neue Freunde in den gerade mal 2 Wochen gefunden haette. Aber es war erleichternd zu hoeren, dass die anderen auch so dachten. Nach ihren Freunden in der Klasse befragt, nannte wohl fast jeder Schueler auch ihren Namen. Und unter den Lehrern sei sie wohl auch schon beruehmt (im absolut positiven Sinne).

Worueber sich der Lehrer Sorgen macht, ist die Fahrt mit dem Bus zur Schule. Aber auch er findet, dass Toechterle schon erstaunlich erwachsen fuer ihr Alter ist. Und als er hoerte, dass Toechterle jetzt auch ohne zu Munken (meistens zumindest) aufsteht und auch Fruehstueck isst, war auch er erleichtert. Was eigentlich gegen die Schulregeln laeuft, ist, dass das Toechterle nicht erst ihren Ranzen zuhause abstellt, bevor sie spielen geht. Aber selbst er gab zu, dass das bis zu unserem Umzug in den Schulbezirk nur schwer moeglich ist und war damit zufrieden, dass Toechterle schoen vor dem Spielen zuhause anruft und fragt, ob sie spaeter nach Hause kommen darf. Davon mal abgesehen, ist wohl der Besitz eines Kindertelefons in der Schule auch noch nicht offiziell zugelassen. Aber selbst er findet, dass man in der heutigen Zeit Kinder fast nicht mehr ohne losziehen lassen kann, weil einfach zuviel passiert. Und gerade im Falle unserer Tochter und ihrer Busfahrt sieht er ein Telefon auch als wichtig an. Allerdings werden wir dann auch von Toechterle verlangen, dass sie es zuhause laesst, sobald wir umgezogen sind, weil dann wirklich keine Notwendigkeit mehr besteht, eines mit dabei zu haben.

Von unserer Seite her gab es nur die Frage in Bezug auf den Kinderhort. Wenn beide Eltern arbeiten, dann koennen die Kinder bis 5 oder 6 Uhr in der Schule bleiben, dort ihre Hausaufgaben machen und dann spielen, bis sie entweder selber nach Hause gehen oder ihre Eltern sie abholen. Sollte es wirklich klappen, dann sollte Toechterle moeglichst zum fruehstmoeglichen Zeitpunkt in den Hort gehen. Das will der Lehrer fuer uns nachfragen.

Da ich bei Problemen definitiv nicht die erste Zeit als Ansprechpartnerin zur Verfuegung stehen kann, teilte Goettergatte ihm seine Arbeitstelefonnummer mit. Der Lehrer schaute sie sich fragend an und meinte, dass sie ihm bekannt vorkommen wuerde. Dann stellte sich heraus, dass sein Vater bis vor 15 Jahren am gleichen Ort gearbeitet hatte und dass sein Cousin sogar im gleichen Team wie Goettergatte ist. Und wenn es mit dem Lehrerexamen nicht geklappt haette, das hier verdammt schwer zu bestehen ist, dann haette unser Klassenleiter die gleiche Karriere angestrebt und koennte jetzt durchaus mit Goettergatten zusammenarbeiten. Es gibt echt Zufaelle, die gibt es einfach nicht.

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