Drama am Morgen

Gastkind Nr. 2 musste am Donnerstag das Flugzeug zuruecknehmen, und aus dem Grund wollte oder musste sie schon am 2. abends den Nachtbus nach Tokyo nehmen. Um noch etwas Geld zu sparen wollte sie mit dem Bummelzug und ihrer letzten SEISHUN 18 -Karte um 13.30 Uhr fahren.

Allerdings hatte sie ein kleineres Gepaeckproblem: Die meisten Fluggesellschaften nach und von Japan aus erlauben mittlerweile 2 Gepaeckstuecke a 23 kg. Allerdings machen das weder Fluggesellschaften. Noch sind Zuege auf das Transportieren groesserer Gepaeckmengen eingestellt. Und auch ihre Buslinie konnte ihr nicht garantieren, ob ihr Bus einer sein wuerde, der genuegend Kofferraum unter dem Bus haben wuerde, so dass die Firma vorsichtshalber ein Hoechstgepaeck von 10 kg und einer bestimmten Groesse vorschrieb, dass man im Zweifelsfalle unter den Vordersitz schieben koennte.

Zur Loesung dieses Problems haben private Transportunternehmen und auch mittlerweile die japanische Post eine geniale Loesung: Das Vorschicken von Gepaeck vom und zum Flughafen seiner Wahl. Selbst von Kyuushuu nach Narita werden fuer Koffer von 25 kg nur ca. 2300 Yen verlangt. Und dafuer wird der Koffer von der Haustuer abgeholt und am Flughafen fuer einen gelagert.

Allerdings muss man beim Schicken zum Flughafen mindestens noch 72 h haben, sonst geht es nicht. Wir brachten den Koffer erst zum naechstgelegenen KOMBINI, die uns informten, dass sie nur noch Koffer fuer den 5. entgegen nehmen koennten. Wir sollten es doch mal direkt bei der oertlichen Zentrale des Transportunternehmens versuchen. O.k., kein Problem, aber selbst dort wurde uns das Gleiche gesagt. Der eigentliche Transport dauert zwar nur einen Tag, aber fuer die Lagerung und die Ueberpruefung des Gepaecks (auf Bomben oder was auch immer) benoetigt der Flughafen mindestens 24h.

Schock! Was nun?! Im Geiste ging ich irgendwie alle anderen Moeglichkeiten durch wie Verschicken per Schiff etc. durch, als die sehr freundliche Dame zu telefonieren und verhandeln anfing. Und dann teilte sie uns mit, dass ihre Firma die Tasche mit dem Flugzeug transportieren und bei sich in der Firmenabstellung lagern wolle, so dass sie GK Nr. 2 dort am 4. abholen koenne. Allerdings bedeutet das, was wir die Tasche voellig auspacken und ihr alles zeigen und sie dann zum oertlichen Flughafen bringen und dort noch einmal das gleiche Spielchen machen muessten. GK Nr. 2 willigte natuerlich sofort ein.

Ein paar Schoenheitswaesserchen wurden wegen Zweifel, ob sie durchgehen wuerden oder nicht, aussortiert. Und dann hiess es die 30 min zum Flughafen fahren, wo wir genau so freundlich behandelt wurden und wo man uns dann den Koffer abnahm, um ihn nach Tokyo zu schicken. Mittlerweile war es kurz nach Mittag, so dass wir uns entschlossen, in der Naehe Essen zu gehen, bevor wir wieder nach Hause fuhren. Zuhause angekommen hatten wir sogar noch eine Stunde Zeit, bis der Zug fahren sollte, so dass sich L. entschloss, doch wie geplant zu fahren. Der Bahnhofsvorsteher erlaubte uns sogar noch, ohne Bahnsteigkarte L. zum Zug zu bringen, wo wir uns dann unter Traenen verabschiedeten und L. versprach, bald mal wieder zu kommen.

 

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