Ein Tag mit vielen Ueberraschungen

Gastkind Nr. 0 wollte gerne etwas unternehmen, und da ich zuviel zu tun hatte und sie nicht alleine gehen wollte, da langweilig, entschlossen wir uns, dass wir Toechterle mit ihr zusammen gehen lassen. Die beiden machten sich also mit Bento und Matten zusammen zum Zoo auf. Soehnle hatte bis zur Ankunft am Bahnhof aber nicht verstanden gehabt, dass er dieses Mal nicht mit sollte, und anstelle von einem tobenden Kind wie in Toechterles Fall hatte ich ein kleines Haeufchen Elend im Auto, dem dann im Kindergarten auch eine dicke Traene die Wangen runterlief. Ich versprach ihm hoch und heilig, dass ich mit ihm dann gehen wuerde, wenn Schwesterle in der Schule sei (was ich auch beabsichtige durchzufuehren), und von seinen Freunden umringt war er schnell wieder der glueckliche, kleine Junge wie immer.

Gastkind Nr.0 und Toechterle kamen zusammen mit einer Kindergruppe im Zoo an, an der meine Kleine natuerlich groesstes Interesse hatte. Und als man dann spaeter zusammen Bento ass, fragte sie ein Maedchen, ob sie vielleicht an eine gewisse Grundschule kommen wuerde, weil sie meinte, meine Tochter bei der Infoveranstaltung schon mal gesehen zu haben. Toechterle bejahte das, und es stellte sich heraus, dass die Kindergruppe die Abschlussklasse aus dem Kindergarten um die Ecke sei, so dass bei dem Gros der Schueler um Kinder handelt, die im gleichen Jahrgang, ja mit etwas Glueck sogar in die gleiche Klasse wie Toechterle kommen werden. Was fuer ein Zufall! Und eigentlich war der Ausflug am Tag davor geplant gewesen, aber durch den Regen wurde er auf den Donnerstag verschoben.

Toechterle erzaehlte so stolz von ihren neuen Freunden, die sie dann ab 10. Maerz taeglich sehen wird, aber als ich sie nach Namen fragte, schuettelte sie bloss den Kopf und meinte, dass sie sie nicht gefragt hatte. *umkipp*

Am Nachmittag fuhren wir kurz einkaufen, bevor wir ein froehlich aussehendes Soehnchen abholten, der auch viel zu erzaehlten hatte. Und da passierte es. Der Motor ging aus, als wir in der Rechtsabbiegerspur (bei Linksverkehr) auf einer der groessten Kreuzung in Kumamoto warteten. Ich versuchte mehrmals das Auto zu starten, aber nichts passierte. Oh du schoene Sch__sse! Dazu hatte ich noch mein Telefon zuhause liegen gelassen. Ich hatte nur so viel Glueck, dass sich auf der anderen Seite der Kreuzung ein Reparaturdienst befand, bei dem ich Hilfe suchte und die mir dann das Auto von der Kreuzung schoben. Leider war es ausserhalb ihrer Faehigkeiten, das Problem zu suchen, so dass sie uns an den Reparaturdienst unserer Automarke verwiesen. Nur wie dahinkommen, wenn das Auto nicht faehrt. Also wurde mir empfohlen, doch mal den Abschleppservice unseres Autoversicherers in Anspruch zu nehmen, die dann auch einen Wagen zu schicken versprachen. Allerdings war die Zeit so weit fortgeschritten, dass ich Gastkind Nr. 0 und die Kinder mit dem letzten Bus nach Hause schicke und ich auf den Wagen wartete.

Der kam dann auch gegen 6.30 Uhr, aber da ich die Autofirma wegen des fehlenden Handys nicht anrufen konnte, boten sie mir an, das Auto erst einmal mitzunehmen und am naechsten Morgen zur Autowerkstatt zu transportieren. Fuer mich hiess es dann nach Hause fahren, wo ich auch endlich gegen 19 Uhr ankam, nur um vor dem naechsten Problemen zu stehen. Die Kinder jammerten vor Hunger und Gastkind Nr. 2 wollte vom Bus abgeholt werden. Der rettende Engel in der Not war Gastkind Nr. 0, die sich bereit erklaerte, mit dem Bus zur Bushaltestelle zu fahren und Gastkind Nr. 2 abzuholen. Gegen 20 Uhr, also 30 min spaeter als geplant kamen sie dann auch gluecklich wieder zuhause an, so dass wir dann weit spaeter als geplant endlich Abendbrot essen konnten.

Das war wirklich eine Sache, die ich echt nicht jeden Tag brauche. Aber es war eine gute Lehre, und die gesamte Art und Weise, wie die Firma die ganze Sache anging, zeigte eigentlich, dass Direktversicherer nicht automatisch einfach nur schlecht sind, sondern durchaus einen exzellenten Service bieten koennen, wenn sie wollen. Sollte doch je noch mal etwas sein, was ich nicht hoffe, werde ich die Sache doch ruhiger angehen koennen und mich vertrauensvoll an die Firma wenden.

Die Verhandlungen am naechsten Tag ueberliess ich dann aber zum groessten Teil Goettergatten, da meine Japanischkenntnisse in Bezug auf Autojapanisch dann doch nicht unbedingt vertrauenswuerdig sind.

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