Sommerferien – die Fuenfte

Die naechsten 10 Tage hiess es Aufenthalt in Taiji. Das ist ein kleiner verschlafener Ort mit wirklich netten Menschen ganz im Sueden von der Halbinsel. Die ersten 2-3 Tage, muss ich zugeben, war ich erst einmal nur muede und hatte weniger Lust auf gross mit dem Auto herumzufahren. Aber es gab ja auch so erst einmal genug zu erkunden. J. freundete sich mit den Grund- und Mittelschuelern an, die an sonnigen Tagen Leichtathletiktraining machen und zu ihrer grossen Freude sie dazu einluden. Und sie und meine Kleinen wurden in die Freuden des DAGASHIYA-sans eingefuehrt. Das ist ein traditioneller Suessigkeitenladen, der Suessigkeiten in kleinen Tuetchen verkauft, die dann aber auch nur zwischen 10 – 50 Yen (10-50 cent) kosten. Und nach dem ersten Besuch dort wurde sich natuerlich gut der Weg durch die engen, traditionellen Strassen gemerkt, so dass fast jeden Tag ein Besuch dort anfiel.

Weitere Aktionen in der Zeit waren Baden im wirklich schoenen Ozean dort, Uebernachtung und anschliessende Besichtigung der Umgebung von Kushimoto und Ooshima, uebrigens der suedliche Punkt von Honshuu, der auch weit suedlicher liegt als grosse Teile des Nordens von Kyuushuu. Einen Tag ging es ins Walmuseum, wo dann natuerlich auch diverse besondere Events mitgenommen wurden, wie z.B. Walefuettern oder eine Delphinshow. Und J. musste natuerlich auch mal Walfleischspiesse ausprobieren, die ihr sichtlich gut schmeckten. Eigentlich hatten wir auch vor, dass wir mal das Rundfahrtsschiff nach Katsuura nehmen, aber schlechtes Wetter verhinderte dann das Ganze doch.

Wo wir schon einen der 3 grossen Schreine angeschaut hatten, mussten die anderen 2 natuerlich auch mitgenommen werden. So fuhren wir einen Tag zum Nachi Taisha und dem Nachi Wasserfall. Aber auch J. war sichtlich von den immer noch sichtbaren Zerstoerungen durch Talas schockiert, auch wenn sie im Gegensatz zu mir nicht die Gegend vor dem Sturm kannte.

Einen Tag ging es nach Shinguu, wo der Vormittag mit Einkaufen und der Nachmittag mit Besichtigungen verplant wurde. Natuerlich liessen wir es uns nicht nehmen, uns auch den 3. der 3 grossen Schreine anzuschauen, den Hayatama Taisha. Um die Statistik ueber besuchte Praefekturen zu erhoehen, fuhren wir nach Mie rein und entschieden uns spontan, eine kleinere Fahrt ins Blaue zu machen. Auf dem Rueckweg entdeckten wir durch Zufall das Seeschildkroetenzentrum in Kiho. Was fuer beeindruckende Tiere! Kein Wunder, das man so viel Muehe dafuer aufwendet, die beeindruckenden Tiere zu schuetzen.

Auf dem Rueckweg fuhren wir noch bei der schwimmenden Insel von Shinguu vorbei. Dort hat sich natuerlich eine Insel in einem kleineren Teich gebildet, auf der jetzt selbst riesige Baeume wachsen. Eine Insel mit solch grossen Baeumen soll einmalig in der Welt sein, auch wenn es natuerlich eine wenige schwimmende Inseln in anderen Teilen der Welt gibt. In dem Waerterhaeuschen hatte man die Chance genutzt, Besucher ueber die Verwuestungen durch Talas zu informieren. Und selbst wenn man nur fluechtig durch die Fotosammlungen blaetterte, konnte man nicht anders, als tief mit den Leuten dort im Ort zu fuehlen. J. sah ziemlich schockiert aus, als sie Bilder von der im Wasser versunkenen Bruecke sah, die sie keine halbe Stunde vorher ueberquert hatte. Und wir konnten uns auch nicht wirklich entscheiden, ob das Foto witzig oder einfach nur schrecklich ist. Auf alle Faelle ist es in der Gegend ziemlich beruehmt geworden.

In den letzten 3 Tagen kam dann auch Goettergatte, und wir nutzten die Zeit fuer einen Graeberbesuch (der sonst eigentlich 2 Wochen spaeter zu Obon faellig ist) und eine Fahrt ins Blaue zu einem Fluss in der Gegend, den dann alle 3 4 Kinder zu ausgiebigen Plantschen im wirklich superklaren Wasser nutzten. Neben dem Fluss befindet sich ein riesiger Felsen, der den Spitznamen Ayers Rock von Japan traegt. Er ist wirklich beeindruckend, auch wenn die Umgebung mit ihrem vielen Gruen und allen anderen Farben wenig an die Fotos des beruehmten Felsens in Australien erinnert.

Und somit hiess es dann auch schon sich wieder auf den Heimweg zu geben, auch wenn noch 2 Uebernachtungen in Kochi auf uns warteten.

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