Langsam wieder Normalitaet – hoffentlich…

Mit etwas Entsetzen sehe ich, dass mein Blog fuer 2,5 Monate brach lag, aber ich hatte schon lange nicht mehr eine so lange Zeit, wo ich so viel zu tun hatte.

1.)Mitte Februar mit Kind und Kegel eine Woche zu meiner Schwiegerfamilie, diesmal zwar auch mit dem traditionellen „Kleines-Maedchen-schlaeft-alleine-bei-der Grosstante“, aber auch mit diversen Krankenhausbesuchen, weil Uropa wegen Blutungen zur Untersuchung eingeliefert wurde. Gluecklicherweise  ist er wieder fit, aber trotzdem hatte keiner wirklich Zeit fuer die Kinder.

2.) Kimonopruefung am 26.Februar: Zu aller Erleichterung hatte die Woche Pause direkt vor der Pruefung doch keine groesseren Beeintraechtigungen bedeutet, so dass man zwar mit der normalen Nervoesitaet, aber ohne groessere Sorgen in die Pruefungen gehen konnte. Beim schriftlichen Test war ich meinen Mathelehrern sehr dankbar, die immer gepredigt hatten, dass man bei Restzeit immer noch mal die Aufgaben ueberpruefen sollte. Ich hatte naemlich glatt eine Aufgabe uebersehen. Beim Selberanziehen war ich aber richtig nervoes, so dass ich ein oder zwei Drehungen nicht mehr richtig machte. Und vor Aufregung legte ich eine Schlinge falsch, sehr zum Schrecken meiner Lehrerin, aber ich merkte es gluecklicherweise selber beim Zuziehen und hatte auch genuegend Zeit, es zu korrigieren. Das Anziehen meiner Mitstudentin lief dagegen top, auch wenn ich natuerlich nicht meinen Lieblingsknoten zugeteilt bekam, sondern den zeitaufwaendigen namens FUKURASUZUME. Wie auch immer, aber so habe ich die Pruefung bestanden.

3.)Dann stand die Vorbereitung und Grossreinigung des Gaestezimmers an, das ziemlich lange sich selber ueberlassen war, seit im August unser letzter Besuch gekommen war. Und ausserdem wollten einige Faecher ausgeraeumt und fuer die Sachen andere Zuhause gefunden werden, damit unsere neue ATS Platz fuer ihre Sachen hat.

4.) Am 10.3. war das Fruehlingsprogramm unserer Kinder. Dieses Mal war es im kleinen Rahmen, da es weniger Kinder im Kindergarten gibt als vorher. Dafuer mussten die Kinder auch mehr machen. Und das machten sie echt fantastisch. Meine kleine Prinzessin tanzte in ihrer Kinder-Furisode wirklich elegant zu Hana, eines der 2 Lieder, die die Sprachschule in Oita vor 12 Jahren mit uns sang und in das ich mich damals echt verliebte.

5.) Am 13.3. kamen meine Eltern, und mit ihnen ging es Yakiniku essen, mit den Kindern in den Zoo, je einen Tag zum Vulkan und zum Meer, bis es fuer sie dann am 23. 3. wieder nach Hause ging.

6.) Am 24.3. war die Abschlussfeier fuer die Schulanfaenger, die Toechterle und ihre Mitstreiter verabschieden sollten. Und als ich mit Soehnle wieder nach Hause wollte, fragte man mich, ob ich nicht doch mit zuschauen wollte. Und die grosse Liebe, mit der alles vorbereitet wurde, oder auch die einfachen, aber so liebevollen Briefe der Kinder an ihre Eltern ruehrten nicht echt zu Traenen. Naechstes Jahr werde ich definitiv ein Badetuch zum Traenenabtrocknen mitnehmen.

7.) Am 25. 3. gegen 2 Uhr hiess es zum Flughafen fahren, um das neue ONEECHAN (grosses Schwesterchen) abzuholen. Ich war ehrlich gesagt nervoes, weil mir die Thaikatastrophe doch noch irgendwie zu schaffen macht. Daher war ich doch ungewollt zurueckhaltender als ich es selber wollte. Aber die Kinder hatten keinerlei Bedenken und begruessten J. freudestrahlend.

8.) Dann kamen die Fruehjahrsferien (26.3-8.4.), in denen war aber auch so einiges machen mussten:
26.3. Auslaenderregistrierung, Fahrrad- und Telefonkauf,
27.3. Nachbarschaftsbesuch und Vorstellen von Leuten,
28.3. Fahrt zum Meer,
29.3. Vorbesprechung in der Schule und Anprobieren von der vorhandenen Schuluniform, Kauf von fehlenden Teilen,
31.3. gemeinsamer Familienbesuch und das erste Mal allein in der Stadt mit Paradeanschauen und Vorbestellen des Trainingsanzugs (Toll gemacht, Kleines!!!),
3.4. Hanami in einem Park in der Gegend,
4.4. Besuch eines anderen ATS aus den USA,
5.4. erneuter Besuch in der Schule mit naechster Vorbesprechung und Kennenlernen der absolut netten Klassenleiterin,
6.4. Fahrt zu dritt nach Kikuchi mit Dammanschauen, Hanami und Festungsresteanschauen, weil der Ami wohl eine Familie hat, die entweder viel zu viel zu tun hat oder wirklich absolut desinteressiert ist
7.4. Fahrt mit Gastvater zum Vulkan Aso, damit ich mal einen Tag Pause habe und Liegengebliebenes erledigen kann.
8.4. das erste Mal in der Kirche in Japan, die J. als absolut TANOSHII (nett,  unterhaltsam…) empfand. Und da es auf Ostern fiel, konnte sie auch gleich an dem Osteressen mit teilnehmen.

9.) Am 9.4. war dann die langersehnte Einschulungsfeier, wo J. in Schuluniform und ich im Kimono hingingen. 2 sichtliche Auslaender in dieser unerwarteten Kleidung mussten natuerlich auch gleich vom Fernsehen interviewt werden. ^^ J. hatte auf meine Bitte hin die Erlaubnis bekommen, auch an der Einschulungsfeier teilzunehmen, und zwar nicht nur als Gast, sondern zusammen mit ihrer neuen Klasse. Die Feier selber war wie erwartet: Langweilige, aber gluecklicherweise kurze Reden a la „Unsere Schule, unsere Traditionen, unsere Verantwortung…“ Aber J. wirkte gluecklich, nachdem sie sich umgesetzt hatte und die ersten Maedchen kennen lernen durfte. Was will man mehr? Nach der Zeremonie gab es den ersen LHR, die Klassenleiterstunde, wo verschiedene Sachen vorbesprochen wurden. Und danach half uns die stellvertretende Klassenleiterin noch, die fehlenden Anstecker zu kaufen und beantwortete noch Fragen.

10.) 10.4. war der erste Schultag fuer ein kleines Maedchen, die dann freudig gespannt mit dem Fahrrad gen Schule fuhr. Aber sie traf dann zwischendurch ein Maedchen aus der 11. Klasse, die mit ihr dann zur Schule fuhr und ihr den Weg zeigte.

11.) Der 11. April und ein freier Tag fuer Maennle, der dann meine ganzen Plaene fuer den Tag ueber den Haufen schmiss, weil er gerne zur Eroeffnung von IKEA in Kyuushuu fahren wollte. Wie anscheinend mindestens 20% der gesamten Einwohner auf der Insel hier. *drop* Aber wir kamen nach 50 min Anstehen doch rein und fanden dann sogar einen Teil Sachen, den wir mit nach Hause nahmen und am naechsten Tag dann aufbauten.

12.) 14. April, und der erste Sonnabend nach Schulbeginn, der fuer J. bedeutete, gefuehlte 5 Stunden Matheaufgaben machen zu duerfen, wo ich dann auch mithalf. Ich hoffe nur, dass das nicht die Regel sein wird, sonst kann mir das Maedchen wirklich leid tun.

15.) Vormittags ging es zur Sonntagsschule, wo ONEECHAN sich ihres Namens wuerdig zeigte und auf die Kleinen aufpasste, so dass ich zwecks Zeitersparnis schnell noch die fehlenden Sachen einkaufen fahren konnte. Wieder zuhause angekommen, gingen die 3 Kinder fuer eine Stunde raus, so dass ich mich auf Abwasch und den Waescheberg stuerzen konnte, weil wir fuer nach dem Mittagessen von einer Freundin eingeladen wurden, wo alle sichtlich viel Spass hatten.

16.) Am 16.4. war der letzte Tag des Angebots des Fahrradhaendlers, wo J. ihr Fahrrad gekauft hatte, so dass ich mich entschloss, doch noch eines fuer mich zu kaufen, mit dem ich bei schoenem Wetter die Kinder zum Kindergarten nehmen konnte. Auf dem Rueckweg fuhr ich mit Soehnle zurueck, um mal auszutesten, wie es ist. Und ein kleiner Junge strahlte uebers ganze Gesicht und jubelte die ganze Zeit…

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass wieder Normalitaet einziehen wird und doch endlich mal wieder mehr Zeit sein wird.

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2 Kommentare zu “Langsam wieder Normalitaet – hoffentlich…

  1. schoen endlich wieder von dir zu lesen. Herzlichen Glueckwunsch zur bestandenen Pruefung, hatte auch die Daumen gedrueckt.
    Ich hatte auch super viel zu tun und der arme Gnubbelgnom musste manche Tage gar 10h in die Kita gehen. Aber jetzt wirds hoffentlich etwas ruhiger. Naja in 2 Wochen kommen die Schwiegis 🙂

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