Toechterles ungeahnte Faehigkeiten

Auf meinem Handy habe ich auch diverse Programme zum Sprachelernen, auch fuer Japanisch und Kanji. Als mich meine 5-jaehrige Tochter sah, wie ich eines davon benutzte, war ihre Neugier gewecket und sie wollte es auch mal versuchen. Da ihr mein Niveau absolut nichts bringt, aenderte ich die Einstellungen auf Kanji der 1. Klasse, ohne aber auch irgendwelche Erwartungen zu haben. Ploetzlich rief sie zu meinem grossen Erstaunen bei 森: „Das kenne ich, das heisst MORI (Wald).“ Jetzt war meine Neugier wach und ich wollte mal sehen, was sie noch lesen kann. Und es waren neben den mir schon bekannten alten und neuen Stadtnamen, den Namenskanji unserer Familie und 玄太郎 als Hauptheld der neuen Kamenrider-Serien auch 人、犬、学、大、水、火、日、男、女, 天、道、本, 九, 能  und noch ein paar andere. (O_O) Auf meine Frage hin, woher sie die kenne, antwortete sie mit einem Wort: RANMA. Toechterle hat naemlich (leider?) nicht nur gelernt, wie man sich selber im Fernseher gespeicherte Videos anschaut, was sie gerne mal macht, sobald man ihr den Ruecken zuwendet, sondern auch, wie man sich Untertitel einschaltet. Seit sie mich das mal ein paar Mal im November hat tun sehen, schaltet sie so gut wie jeden Tag Untertitel ein, egal ob nur Kinderfernsehen, Nachrichten oder Quiz- oder Unterhaltungsprogramm. Ich dachte bis jetzt immer, dass sie es fuer mich mache. Aber anscheinend hatte sie persoenlich auch grosses Interesse daran mit dem Ergebnis, dass sie unbewusst schon einen nicht unerheblichen Teil der Kanji der 1. Klasse gelernt hat. Da sage einer noch mal, dass Fernsehen Kinder NUR verdummt. Vielleicht wuerden ja Untertitel in Deutschland auch an der anscheinend immer schlechter werdenden Rechtschreibung etwas verbessern, wenn auch der Ottonormalschreibleseschwaechenhabende jeden Tag Aussprache und Schreibung konsequent parallel sieht.

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2 Kommentare zu “Toechterles ungeahnte Faehigkeiten

  1. Die, wo Toechterchen mich so ueberraschte, waren よむ und よむ“. Das sind Leseuebungsteste mit 4 Lesungen zur Auswahl. Und sonst benutze ich auch mal ”Nihongo up” in Zeiten, wo ich mal etwas Zeit totschlagen muss. Aber da endet meistens bei Niveau 2 des JLPTs, also bringt eigentlich nicht sooo viel. Durch das staendig steigende Tempo ist es aber ab und zu doch ganz interessant, weil ich dadurch gezwungen werden, schneller zu lesen (mein grosser Schwachpunkt, wie ich finde). Und auch wenn das keine Lernprogramme in dem Sinne sind, JED als eng-jp-eng Woerterbuch und Kanji Recognizer benutze ich auch sehr oft, sobald mir unbekannte Woerter oder Kanji ueber den Weg laufen. Du kannst bei JED auch Indexe anlegen, so dass du die Woerter nachher auch ueben kannst.

    Ziemlich schwer und vielleicht auch nicht soo sehr oekonomisch, wenn man an den Zeit-Nutzen-Aufwand denkt, sind die 3 Programme 漢字力、地理力 und 歴史力. Aber je nachdem, wie hoch dein jetziges Niveau ist, ist das vielleicht auch nicht das Schlechteste. Aber mein Mann hat damit auch so seine Probleme.

    Gree bietet uebrigens auch aehnliche Programme an, aber da man dafuer einen Gree-Zugang braucht, habe ich sie noch nicht benutzt: Kakitori Kanji Training for Gree, Kakitori Japan for Gree, Dictionary Kanji Stroke for GREE.

    LG

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