Der erste Schultag

Montag morgen bedeutete, dass K. zur Schule gehen sollte. Also machte ich nicht 2, sondern mal 3 Bentos, packte die Taschen der Kinder und gab K. ihr Bento und die Trinkflasche. Fuer den Fall der Faelle fuhren wir etwas frueher als sonst los, weil ich zwar wusste, wo die Schule war, aber noch nie direkt von unserer Tuer zu der Schule selber gefahren bin. Und die Strassenfuehrung hier in unserem Stadtteil ist so chaotisch mit Sackgassen und ploetzlich nur fuer Fahrraeder oder Fussgaenger benutzbaren Wegen, dass ich nichts riskieren wollte. Zu unserem Erstaunen hatten wir mehr Glueck als gedacht und hatten uns nur direkt an der Schule etwas verfranzt, so dass wir quasi durch den Hintereingang der Schule in die Schule fuhren.

Am Nachmittag kam dann ein empoertes kleines Maedchen zu mir und beschwerte sich aufs Uebelste, warum ich es denn gewagt habe, ihr das blaue Stitchbento mitzugeben, vor  allem, weil ich auch noch beide Schichten oben und unten gefuellt hatte. (?_?) Ich hatte keine Ahnung, was sie meinte, bis sie mir vorwurfsvoll das Bento vor die Nase hielt. Ups, das ist ja K.s Bento. Ja, wenn Toechterle K.s Bento hat, dann muss K. Toechterles Bento…. *bleich anlauf* Ach du schoene Sch…ande!

Ich holte K. von der Schule ab, und in dem Augenblick fing Toechterle auch gleich an, ihr die Sache zu erzaehlen. K., deren japanisches Vokabular sich auf 5 Woerter Reisejapanisch und jetzt 10 Woerter Kinderjapanisch beschraenkt, hatte natuerlich absolut Null Ahnung, was die Kleine meinte. Ich sah dann noch, dass sie sich ein Melonpan gekauft hatte, was mir die ganze Verwechslung noch peinlicher machte. Aber K. ueber die Sache aufgeklaert, meinte sie, dass es kein Problem war und sie sich nur ueber das farbenfrohe Bento gefreut/gewundert hatte. Und sie hatte sich das Brot nur gekauft, weil ihnen das von der jetzigen Semester-ATS an der Schule waermstens empfohlen wurde.

K. erzaehlte mir auf dem Weg nach Hause, dass sie viel Spass hatte, aber sie auch jetzt erst richtig verstanden habe, was ich mich extensiven Klubzeiten meinte. Es war mittlerweile 18.15 Uhr und stockdunkel, als wir uns auf den Heimweg machten. Und trotzdem war das Gros der Sportklubs gerade erst mit seinem Aufwaermprogramm fertig.

Am Abend fuehrte GG K in die Welt des japanischen Unterhaltungsprogrammes ein und stellte ihr 帰れま10 Kaerematen vor. In diesem Programm gehen Profis aus dem Fernsehen in ein Restaurant und muessen erraten, welche unter den 30 bis 121 Gerichten die 10 populaersten sind. Es wird ein Gericht bestellt, und wenn es aufgegessen wurde, wird den Teilnehmern der Rank dieses Gerichts gesagt. Erst wenn alle 10 populaersten Gerichte gefunden und aufgegessen wurden, dann geht es nach Hause. Und so kann es u.U. richtig schwer werden, wenn man das 17. Gericht bestellt und Essen muss, weil man einfach nicht letzten 1 oder 2 Gerichte finden kann. Selbst ohne Japanischkenntnisse war K. begeistert und meinte nur, dass man mehr solche interessanten Shows im Ausland zeigen sollte.

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