AFS-Feier am Sonntag

Um Goettergatten wenigstens noch etwas Ruhe nach der Nachtschicht zu geben, nahm ich die „3 Kinder“ mit zum Kindergottesdienst. K. hatte zwar von den Erzaehlungen und den Liedern nicht wirklich etwas verstanden, aber dafuer konnte sie beim Weihnachtsbaumbasteln mitmachen und ass auch mit grossem Appetit die deutsche Schokolade, die meine Oma uns geschickt hatte. (Danke Oma!)

Wir hoerten uns auch noch die Haelfte des regulaeren Gottesdienstes an, bis wir dann kurz nach 11 Uhr losmussten, um zu der AFS-Party zu fahren. Ich hatte K., die Katholikin ist, gefragt, ob sie den Ablauf auch als so sehr viel anders empfindet, wie ich es im Vergleich zur daenischen und auch deutschen evangelischen Landeskirche her kenne. Aber zu meinem Erstaunen meinte sie, dass es sich wenig unterscheide, soweit sie ohne Japanischkenntnisse einschaetzen koenne. Vielleicht sollte ich doch einmal zu einem katholischen Gottesdienst gehen und ihn mir anhoeren. Uebrigens war eine der Gemeindemitglieder so nett, uns darauf aufmerksam zu machen, dass es bei meiner Kirche um die Ecke auch eine katholische Kirche gaebe. Vielleicht ist das ja mal fuer die folgende ATS interessant, die ja Katholikin ist.

Auf dem Wege zur Party luden wir auch noch GG ein, der sich die Party nicht entgehen lassen wollte. Fuer die Party hatte AFS einen Festsaal in einem Hotel gemietet, in dem es eine kleine Buehne und ein Mittagsbueffet  gab. Nach einer Begruessung und einem Toast konnten wir das leckere Bueffet ausprobieren. Da es unter den ATS auch Moslems und Hindus gab, hatte das Hotel niedliche Bilder von einem Ferkel und einer Kuh ausgedruckt, so dass die ATS auch ohne Kanjikenntnisse wussten, ob da fuer sie Ungeniessbares drinnen ist oder nicht.

K. war leider so genial, ihr traditionelles philippinisches Kostuem in die Tasche zu stecken, die sie nach Tokyo vorgeschickt hatte. Daher war damit zu rechnen, dass eventuell unsere Familie als einzige keine andere Kleidung vorzeigen konnte. Ich ueberlegte doch etwas, aber dann zog ich mir dann doch den 二部式着物 – meinen zweigeteilten Kimono an, der ohne Guertel getragen wird.

Nachdem alle gesaettigt waren, stellten sich alle Gastfamilien zusammen mit ihrem oder ihrer ATS vor. Anscheinend im Gegensatz zum letzten Jahr schienen alle von ihrem Gast begeistert zu sein, wo es wohl leider einigen Aerger mit ansolut anpassungsunwilligen ATS gegeben hatte. Es hatte mich wirklich gefreut zu hoeren, dass es dieses Jahr anders ist.

Dann stellten verschiedene ATS und Schueler Taenze vor bzw. spielten auf der Koto– der japanischen Zither.  Zur grossen Freude der vielen Kinder, auch meiner spielten sie nicht nur traditionelle Weisen, sondern auch das „Marumaru Morimori“-Lied, zu dem bei meiner Tochter angefangen die Kinder auch tanzen wollten.

Das Lied als Cover:

Das Original leider ohne Ton:

Waehrend der wirklich netten Party gab es noch zwei Happenings: GG verlor gegen die Muedigkeit und zog sich irgendwann auf einen Stuhl in einer Ecke zurueck. Gluecklicherweise hatten wir viele informiert,  dass er gerade von der Nachtschicht gekommen war. Und dann zog mich ein Gastvater auf die Herrentoilette und gab mir zu verstehen, dass sich mein Soehnle dort eingeschlossen habe und nicht mehr herauskam und natuerlich voellig ungluecklich darueber war und weinte. Er war es dann auch, der sich einen Regenschirm vom Hotelpersonal borgte und den Schieber wieder aufschob und Soehnle rausliess. Zu dem Zeitpunkt waren dann aber schon alle Traenen getrocknet und ein stolzes Soehnle erzaehlte mir, dass er eben mal musste und dann schnell eben alleine gegangen ist. Und nach einem Besuch des 100 Yen-Shops ging es zum Auto und nach Hause. Abends ging GG noch mit den „3 Kindern“ eine Runde ums Haus, die dann doch in einen einstuendigen Spaziergang ausartete, weil er K. u.a. noch mit zu dem grossen Schrein um die Ecke mitnahm. Und so war schon wieder ein schoener Tag viel zu schnell vorbei.

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