Familientag

Ich hatte lange ueberlegt, ob wir ausserhalb der Stadt irgend etwas anschauen fahren sollten oder in der Stadt und ob wir die Kinder mitnehmen oder nur zu zweit fahren. Aber da Temperaturen weit unter 0 Grad fuer Aso und andere Orte angesagt wurde und K. sich schon am Freitag vor Kaelte schuettelte, entschied ich mich doch fuer einen Ausflug in die Stadt ohne die Kinder und dann frueh die Kinder wieder abzuholen und zuhause noch etwas Zeit miteinander zu verbringen.

Eigentlich hatte ich vor, K. zuerst zu einem groesseren Tempel mitzunehmen. Aber da wir an einem groesseren Schrein vorbeifuhren, entschied ich mich, einen Besuch dort einzuschieben. K. hatte einen Schrein in Kyoto besucht und das Beten dort mit dem Glockelaeuten erklaert bekommen. Selbst sie war etwas ueberrascht, einen Schrein ohne Glocke zu sehen. Daher fragte ich doch mal nach, was dazu fuehrte, dass uns der leitende Schreinpriester in sein Buero auf einen Tee einlud und uns so einiges ueber Shintoismus und Buddhismus erzaehlte, was wirklich interessant war. Ich uebersetzte natuerlich fuer K., so dass auch sie ganz beeindruckt von den Geschichten war.

Da die Zeit schon so fortgeschritten war, fuhren wir doch nur noch zum Schloss, und ich fragte sie, ob sie mal Lust auf Doener haette. Hier in der Stadt gibt es einen kleinen Laden, der mit Doenern experimentiert hat und absolut interessante Varianten wie Seafood-pita oder Huehnerfleischwrap mit Teriyakisosse etc. entwickelt hat. Wirklich empfehlenswert.

Danach ging es zum Schloss, Treppe hoch, Treppe runter. Und nicht nur ich war ueberrascht, was fuer steile …ehm … bessere Leitern ich 10 Tage vor der Geburt unserer Tochter noch hoch und runter gekrabbelt bin. K. war wirklich beeindruckt vom Schloss und auch vielen Ausstellungen. Und natuerlich blieb auch viel Zeit, sich ueber andere Sachen zu unterhalten.

Dann ging es in Richtung Kindergarten, wo die Kinder ihr ONEECHAN freudestrahlend begruessten. Ich hatte K. versprochen, fuer sie Gluehwein zu kochen, daher waren wir noch schnell einkaufen, bevor es nach Hause und ans Essenkochen ging. Da das Trinken von Alkohol in Japan bis 20 verboten ist und ich natuerlich auch nicht wollte, dass sie mir bei unterm Tisch liegt, wurde der Wein mindestens 3 Mal so lange gekocht wie sonst.

Waehrend des Essenkochens schauten sich die Kinder die Verfilmung von Ranma 1/2, und mit ein paar kurzen Erklaerungen lag auch K. ohne Japanischkenntnisse vor Lachen unterm Tisch. Als sie hoerte, dass dieser Film auf einen Manga basiert, wollte sie unbedingt den englischen Namen wissen, damit sie den mal lesen kann, wenn sie wieder zuhause ist.

Abends ging es dann zu dritt in die Wanne zur Freude der Kinder, so dass ich die Moeglichkeit hatte, die Kueche und das Wohnzimmer aufzuraeumen. Und ehe man sich versah, war ein schoener Tag viel zu schnell vorbei.

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