Kino

Kino in Japan ist ja mit einem regulaeren Preis von 1800 Yen sehr teuer und ist daher allein schon preislich gesehen fuer Familien mit Kindern eher ein Ausnahmeerlebnis als denn eine regelmaessige Unternehmung. Ich darf wirklich nie jemandem erzaehlen, dass ich als Kind (auch noch alleine ohne Eltern – oh my gosh – ) fast jeden Sonntag in die Kindervorstellung gegangen bin. Und selbst als Student waren 2-3 Mal im Monat doch noch irgendwie drinnen.

Fuer die Kinder (Psst, fuer uns Erwachsene auch) galt es, sich auf den neuesten Kinofilm der Purikyua-Animeserie  zu freuen. Die Kinder standen erstaunlich frueh und ohne die ueblen Ich-bin-muede-und-will-noch-schlafen-Quereleien auf, auch wenn sie ungelogen am Vorabend nicht vor 23 Uhr zum Schlafen zu bewegen waren. *umkipp* Nach 40 min Fahrtzeit, der Film muss ja ausgerechnet auch nur im am weitesten von uns entfernten Kino gezeigt werden, kamen wir an und sahen auch schon Mengen von Eltern mit kleinen Maedchen auf den Eingang zustroemen. Waehrend der Wartezeit wurde unsere 2. Tochter unser Sohn mal wieder fuer seine tollen Sprachfaehigkeiten gelobt: Ja, Maedchen spraechen ja viel im Gegensatz zu Jungen. (Und diese interessieren sich auch auch natuerlich nicht fuer diesen Anime.)

Goettergatte ergatterte gluecklicherweise Plaetze weit weg von den Lautsprechern, so dass selbst unsere lautempfindliche Tochter sich nicht einmal ueber die Lautstaerke aufregte oder ihre Ohren zuhielt. Meine 3 Lieben schienen alle sichtlich den Film zu geniessen, und zugegebenerweise das kleine Maedchen in mir auch.

Nach dem gluecklichen Ende des Film wurde eine Vorankuendigung auf den naechsten Film im Fruehjahr gezeigt. Das laesst also nur vermuten, dass TOEI nicht wie befuerchtet  gedacht die Serie nach dem jetzigen Suite Precure einstellen wird. Bloed waere es auch: Sie haben ein Serienkonzept aehnlich dem von Kamen Rider oder den Ranger-Serien, dass durch keinerlei Hintergrundgeschichte oder Copyright-Problemen wie bei Sailor Moon eingeschraenkt ist, aber mindestens genau so bei gross und klein populaer ist. Ein neues Motiv fuer die Namen, fuer die Attacken, fuer die Gegner, knuffige Designe fuer kuscheltiergeeignete Verwandlungspartner, das Ganze zu einer Geschichte zusammengekocht und … e voila … da haette man wieder eine umsatzbringende Serie, die ziemlich die Geldbeutel von Eltern und Grosseltern misshandeln wird.

Die Erpressungsmittel zum Schnell-wieder-nach-Hause-fahren Der kroenende Hoehepunkt war dann selbstgemachtes Sushi zu Mittag. Die strahlenden Kinderaugen haben den ganzen Aufwand vergessen lassen und zwei Eltern ueberaus gluecklich gemacht.

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