Mama is gluecklich

Da wir morgen fuer 2 Naechte zu der neuen Wohnung fahren und ich auch noch einen Wohnungscheck fuer Dienstag aufgeladen bekommen habe, habe ich heute am Sonnabend doch entschlossen, die Kinder in die Tagesstaette zu geben. Wenn man keine Oma in der Naehe hat, ist eine tolle Tagesstaette doch das Beste, was einem passieren kann.

Also auch heute in die Kueche und Bentos fuer die Kinderle gebastelt. Da kommt mein Lieblingssoehnle in die Kueche und fordert ein, gezeigt zu bekommen, was ich da mache. Ich halte ihm also eines der Bentous hin, und die Reaktion von ihm hat mich fast umgehauen: „Mama, oiszii.“ (eigentlich oishii – lecker). Boah, ich habe dich lieb, du bester aller Soehne!

Und als mich gerade hinsetzen wollte, um die Kontaktbuecher zu schreiben, nahm ein kleiner Mann seine Struempfe und wanderte zur Wohnungstuer und begann lautstark zu rufen. Als ich mich (verstaendlicherweise) noch nicht in einen sichtlichen Zustand des Sofort-die-Wohnung-verlassens, kam er zurueck und begann mich am Arm zu ziehen, ich solle gefaelligst kommen. Ja, ja, ist ja schon gut, ich habe verstanden. Da sage einer noch einmal, man sei eine Rabenmutter, wenn man es wage, seine Kinder einfach „ABZUSCHIEBEN“. Das ist so einer der wirklich schoenen Aspekte in Japan: Hier macht einem keiner Vorwuerfe, wenn man Tagesstaetten alleine zuhause Erziehen vorzieht. Oder seine Kinder langzeitstillt. Oder Familienbetten einem strikten Trennen in Eltern- und Kinderzimmer vorzieht. Oder anstelle von modernen Papierwindeln und Kinderwagen Stoffwindeln und Tragen bevorzugt. In dem Punkt ist (zumindest mein) Japan erstaunlich offen und tolerant fuer die verschiedensten Lebensarten. Eigentlich etwas, was man eher von Deutschland erwarten wuerde.

Und ein kleiner Nachtrag zum besten Toechterle von allen: Gestern abend im Bett find sie zu meinem grossen Erstaunen „Die Bluemelein, sie schlafen“ an zu singen. Mach weiter so, Kleines! Ich habe dich auch lieb!

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2 Kommentare zu “Mama is gluecklich

  1. Pingback: Tweets that mention Mama is gluecklich « Higanbana’s Blog -- Topsy.com

  2. Ja, die lieben Kleinen sind immer für eine Überraschung gut.

    Im Übrigen stimme ich dir zu. Japan ist in den allermeisten Fällen viel toleranter als Deutschland. Da muss man sich für alles rechtfertigen und wird recht schnell als Rabenmutter oder Übermutter abgestempelt. In Japan habe ich das noch nie erlebt.

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