Heimfahrt

Goettergatte hatte sich entschlossen, doch mal wieder nach Oita zu kommen, und so verschob ich schweren Herzens die Fortsetzung der Renovierung auf die 2. Haelfte Mai. Um ihm die Heimfahrt im Bus oder Zug zu ersparen, verbrachten wir doch noch einen Tag in Kumamoto, bis die 24-Stunden-Schicht vorbei war. Voller Energie setzte sich Goettergatte ans Steuer, nicht, dass japanische Maenner sich gerne von ihren Frauen chauffieren lassen, nur um keine 20 km spaeter das Handtuch zu werfen und doch seiner Muedigkeit nachzugeben. Also uebernahm ich das Fahren, legte seit langem wieder mal Nigel Kennedys Vivaldi rein, und da meine 3 Lieben sich tief im Reich der Traeume befanden, konnte ich alleine die 3 Stunden durch mein wunderschoenes Kyuushuu geniessen.

Ich liebe Kyuushuu! Sicherlich gibt es auf der spektakulaerere Orte, aber Kyuushuu zaehlt definitiv zu den wunderschoenen. Die Kirschbluetenzeit ist endlich ueberstanden, und dann beginnt die richtig schoene Jahreszeit. Die Tiefebene von Kumamoto ist von den in allen moeglichen Gruentoenen leuchtenden Bergen der Kuujuu-Aso-Bergkette umsaeumt. Und dann steigt die Strasse langsam an, bis sie zu einem Stueck kommt, wo man auf 4 km schaetzungsweise 800 bis 1000 m Hoehenunterschied ueberwinden muss. Der Blick von der Strasse aus ist einfach nur spektakulaer, und nicht umsonst hat Kumamoto-ken Parkplaetze zum Fotografieren eingerichtet. Dann geht die Fahrt auf der Hochebene weiter durch Waelder und Felder und kleinere Orte, die einfach durch die Vielzahl von Blueten und Blumen leuchten. Ich fuhr z.B. an einem atemberaubend schoenen FUJI (Glyzinie) vorbei, dessen lavendelblaue Bluetentrauben bis auf die Strasse hingen. Und an einem anderen Stueck sind am Strassenrand kilometerlang tiefwachsende Buesche gepflanzt, die jetzt leuchtend gelb bluehen. Und was das Ganze noch ein Stueck interessanter macht, ist die Musikstrasse. Wenn man auf einem Stueck die 50 km einhaelt, dann kann man durch die Reibung der Reifen auf der Strassen ein bekanntes japanisches Lied hoeren.

Die Strasse sinkt langsam, aber sicher immer weiter ab, dann geht es durch die Stadtzentren von Taketa und Oono. Taketa bietet eine Schlossruine auf, von der man zu jeder Jahreszeit einen spektakulaeren Blick auf die Land hat. In Oono hat man dann die Wahl zwischen der alten Strasse oder der neuen Schnellstrasse, wobei sich letztere bei japanischen oder besser Oitaer Strassenverhaeltnissen wirklich angenehmer fahren laesst. Und weil die Trasse wegen der vielen Berge und Taeler in der Praefektur meist ueber Bruecken geht, wird das Auge auch hier mit tollen Ausblicken belohnt.

In Oita Stadt angekommen geht es ab von der Schnellstrasse und wieder durch JWD in der Grossstadt. Und dann noch die letzten 4 km durch meinen so geliebten Kleinstadtstadtteil mit seinen vielen Gaerten und Parks, die auch eine atemberaubende Menge von Blumen und Blueten zu bieten haben.

Eine tolle Fahrt, und das zur wirklich empfehlenswerten Kennedy-Version der 4 Jahreszeiten. Ich freue mich schon auf die naechste Fahrt und hoffe, dass die Kinder mitspielen und mich die Tour auch geniessen lassen.

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