Kumamoto – die 3.

Gestern war also die 3. Tour nach Kumamoto, und diesmal bei kaltem, aber endlich wieder mal sonnigem Wetter. Und dann schaute man sich die ganze Sache noch einmal bei besserem Wetter an und … ich stehe der ganzen Sache zumindest nicht mehr ganz so negativ gegenueber. Im Fruehjahr und Herbst zumindest kann man auf dem Rasen spielen, der Blick zum Fluss hin ist nicht sooo „atemberaubend“ eng wie die Rueckseite zur Strasse. Im Gegenteil, vielleicht kann man da die Spielereien der Natur waehrend der Jahreszeiten auch geniessen. Auch wenn ich zugegebenerweise immer noch ein sehr mulmiges Gefuehl bei dem Fluss habe, vor allem weil Toechterles erste Aktion war, freudestrahlend auf das „Fluesschen“ zuzulaufen und mir begeistert was von UMI (Meer) zu erzaehlen. Ein Spaziergang dort in der Gegend fuehrte durch enge Strassen, aber die waren wiederum so eng, dass da Autos nicht durchkommen und grosse Ecken gezwungenermassen verkehrsberuhigte Zonen waren.

Ein Blick auf die Waesche des Hauses fuehrte zur Erkenntnis, dass dort wohl auch zumindest eine Familie mit Kindern wohnen muss. Die Suche nach unserer Wohnung zeigte leider, dass die genau auf dem bald uns gehoerenden Balkon hing. *schnueff* Ich hoffe jetzt mal, dass die W.innie-the-P.oo Decke auf einem anderen nicht gerade einem disneyliebenden Junggesellen gehoert. Und kurz bevor wir ins Auto stiegen, meinte Goettergatte nur, dass er gerade eine Frau so in meinem Alter auf den Balkon hat kommen gesehen. Vielleicht kann man sich ja mit ihr anfreunden. So frei nach „Du und ich sitzen im gleichen Boot.“

Ansonsten ist der Haeuserblock auch alt mit den gleichen typisch japanischen undichten Tueren und zusaetzlich noch Zeitungsschlitzen. Und die Fenster werden wohl kaum besser sein. Aber wenigstens stehen die Tueren quer, so dass der Wind nicht wie in unseren ersten Wohnungen von Tuer zum Fenster einmal durchblasen kann. Ich schraube meine Erwartungen so weit runter, wie ich kann, dann ist ja vielleicht sogar Raum fuer positive Ueberraschungen.

Zum Abschluss des Tages wurde Goettergatte doch noch ueberredet, zum am anderen Ende der Stadt gelegenen Zoo zu fahren. Und da habe ich zumindest die dichte Lage der Wohnung als sehr positiven Punkt zu zaehlen angefangen. Der Berufsverkehr ist trotz 6-spuriger Strasse ziemlich heftig und langsam. Und wir sind noch vor der echten Stosszeit zum Zoo gefahren…

Soehnle machte zwischendurch schlapp, und Maennle hatte auch keine echte Lust auf Zoo, also wurde es ein kurzer Mama-Tochter-Ausflug. Besonders scheinen es Toechterle die Pinguine angetan zu haben, die mussten unbedingt 2mal angeschaut werden. Aber trotzdem haben beim letzten Mal weniger die Tiere, als denn die Spielattraktionen anscheinend einen groesseren Eindruck hinterlassen: Jedenfalls musste erst einmal ne Runde Eisenbahn und Teetassen gefahren werden, obwohl das bedeutete, dass wir dann einen Grossteil der Tiere nicht mehr anschauen konnten. Um 16 Uhr werden naemlich die Tiere langsam wieder in ihre Staelle gesperrt. Also blieb nicht mehr viel zu sehen uebrig, gluecklicherweise kann man die Elefangen auch im Stall drinnen anschauen. So richtig toll beeindruckte die Toechterle aber nicht, gluecklicherweise waren die Enten und Fasane etwas erfolgreicher. Wie auch immer, auf alle Faelle will sie unbedingt wieder in den Zoo, auch wenn es vielleicht nur wegen des Shinkansens, der Monorailbahn und der Erdbeermilch ist.

Fazit vom gestrigen Tag: Mich reisst zwar die Sache mit dem Umzug nicht wirklich vom Hocker, plus-minus gerechnet ist der Verlust auf meiner Seite doch viel, viel groesser, aber zumindest bin ich der Sache gegenueber nicht mehr ganz so negativ eingestellt. Und vielleicht hat ja auch eine Freundin recht, die mir mal vor Jahren sagte, dass ich ueberall zurecht kommen koenne. Ich hoffe mal, sie hat sich nicht geirrt.

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