Das schwierige Wort „unser“

Heute morgen ist endlich mal der Groschen gefallen in Bezug auf ein nervige Angewohnheit unserer Grossen. Es ist schon so einige Male passiert, dass sie Goettergatten oder mir ein Buch oder aehnliches aus den Haenden gerissen genommen hat, um es mit der Erklaerung „Das ist Mamas.“ oder „Das ist Papas.“ dem jeweils anderen in die Hand zu druecken. Oft hatte sie ja auch recht, weil der jeweils andere davor das gleiche Buch gelesen hatte. Und wir konnten dazu nur halb amuesiert, halb leicht genervt laecheln.

Fuer sie gibt es anscheinend das Konzept „gemeinsame Nutzung durch alle“, sprich das Konzept fuer „unser“ noch nicht. Zwar hat sie im 3. Lebensjahr, gedankt sei auch dem Kindergarten und gleichaltrigen Spielgefaehrten, gelernt, dass man Dinge nicht einfach so benutzen darf. Und daher weiss sie jetzt, dass eben ein paar Schuhe ihres ist und ein anderes Mama gehoert und geht da nicht mehr ran. Aber mit regelmaessigen Abstaenden erleben wir regelrechte Protesttiraden, wo sie sich darueber aufregt, dass irgend einer die falsche Tasse oder die falschen Staebchen bekommen hat. Und selbst geduldige Erklaerungsversuche fuehr(t)en nur zu gemaessigten Erfolgen.

Aber wenn man in Betracht nimmt, dass das Konzept „unser“ im Weltkonzept eines kleinen Maedchens noch nicht existent ist, dann wird das Verhaltensmuster klar verstaendlich und macht Sinn. Dann bin ich mal gespannt, wann kleine Maedchen (oder auch Jungen) das lernen werden.

Liebe Gruesse

Higanbana

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