Jetzt wird’s langsam ernst

Am Sonnabend kamen die versprochenen Unterlagen der 4 ATS an, und es stellte sich heraus, dass irgendwo zwischen Tokyo und hier mehr als nur das Missverstaendnis „ATS (Moslem) isst kein Rindfleisch“ aufgetreten ist. Das uns vorgeschlagene Moslemmaedchen ist naemlich eine ganz „normale“ Thailaenderin gewesen, wogegen sich die Sache mit dem „aus Schweden kommend“ auf ein voellig anderes Maedchen, nach dem Aussehen her eine reinrassige Skandinavierin bezog. Naja, jedenfalls konnten wir uns zwischen 4 Maedchen entscheiden: dem moslemischen kleinkindermoegenden Thaimaedchen, einer Aikido machenden, sich eine komplette Familie wuenschenden Schwedin, einer Naturwissenschaften und Tanz moegenden, sich Geschwister wuenschenden buddhistischen  zweiten Thailaenderin und einer Programmiererin als Berufswunsch habenden Ungarin. Die Auswahl war schon ganz schoen schwer, aber schliesslich haben wir uns fuer die buddhistische Thailaenderin entschieden, weil ihre Interessen doch unseren am aehnlichsten zu sein schienen und weil sie vielleicht eher mit der Schule mit einem Allgemeinkurs, auf die wir sie schicken wollen, gluecklich werden koennte. Das moslemische Thaimaedchen hatte als Hobby nur Sprachen angegeben, und eine Schule mit einem einigermassen guten internationalen Kurs (d.h. Schwerpunkt der Faecher liegt auf Englisch, und oft wird auch eine 2. Fremdsprache angeboten) oder eine sogenannte Super English Highschool oder auch nur Schulen, die sich auf Rueckkehrer aus dem Ausland spezialisiert haben und ein dementsprechend hohes Niveau im Englischunterricht haben, gibt es hier nicht. Da fanden wir es doch besser, wenn sie lieber z.B. nach Kantou oder Kansai geht, wo solche Schulen doch verbreiteter sind, als hier, wo sie dann doch Naturwissenschaften hat oder die Naturwissenschaftenstunden alleine in der Schulbibliothek absitzen muss.  

Eben kam auch ein Anruf von YFU, dass wir „unsere“ ATS bekommen wuerden und dass wir am Montag, dem 8.12.2009 zur Tsurusaki Koutougakkou gehen wuerden, um dort die Details zum Schulbesuch unserer Suedkoreanerin vom Kurzaustausch abzusprechen. Und wahrscheinlich wird dann die Betreuerin auch gleich die Akte von unserer Thailaenderin mit ueberreichen.

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4 Kommentare zu “Jetzt wird’s langsam ernst

  1. Da hat sich wohl ein kleiner Fehler eingeschlichen.
    Sie meinen wohl Montag, den 8. Dezember 2008, nicht 09.
    Ansonsten sehr informativer Blog.
    LG

  2. Danke fuer die Blumen. *freu* Und vielen Dank fuer den Hinweis.

    Ich wuensche dann mal noch viel Spass beim Mitlesen.

  3. Ich stell es mir schwierig vor, mich für eine von vieren zu entscheiden. Da hatten wir es eindeutig besser, weil von vornherein nur Marina in Frage kam.
    Ich staune ein bisschen, dass du dich nicht für die Schwedin entschieden hast.

  4. Naja, zugegebenerweise war das Land schon Verfuehrung pur, aber auf der anderen Seite war es uns doch wichtig, lieber jemanden zu nehmen, dessen Interessen mit den unseren doch irgendwie uebereinstimmen. Die Schwedin hatte neben Aikido noch Shopping angegeben, und beides wirkte nicht besonders … erfreulich. Bei so einer Sportliebhaberin wird man nie etwas richtig von ihr haben, weil sie nur in der Schule Sport macht. Und ich kann ehrlich gesagt nicht echt nachvollziehen, was Grossstadtkinder (Stockholm) immer an Shopping so toll finden, dass man das zu seinem Hobby macht. Dann ist doch besser, sie geht in eine Familie, wo die Kinder genau so denken. Die gibt’s im Raum Tokyo bestimmt genug.

    Die Thailaenderin hat geschrieben (und ich hoffe mal, dass es der Wahrheit entspricht), dass sie neben Englisch auch Naturwissenschaften und Mathe liebt und Tanz und Trommeln tollfindet. Sie hilft im Familienbusiness (Orchideenzucht und Baeckerei) mit und mag beim Kochen gerne mal was Neues auszuprobieren. Und sie wuenscht sich Geschwister, auch wenn sie vielleicht nicht an soo junge gedacht hat.

    Obwohl mich das Land auch sehr, sehr interessiert hatte, liess der Berufswunsch der Ungarin bei mir persoenlich alle Alarmglocken laeuten. Einen Informatikanwaerter, der fast die gesamte Zeit im Netz verbracht hatte, hatten wir schon mal. Und der Hauptgrund, warum wir uns gegen die moslimische Thailaenderin entschieden hatten, war, dass sie ein absoluter Sprachenfreak zu sein scheint und hier an den Schulen eher nicht das findet, womit sie ein Jahr lang gluecklich werden koennte. Und auch sie hatte als Hauptstadtbewohnerin als weiteres Hobby …ja, genau… Shopping angegeben.

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