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Kinderfest

Am Sonnabend war das Kinderfest, zu dem ich versprochen hatte, zum Helfen hin zu gehen, sprich bei den Vorbereitungen und der Durchfuehrung zu helfen. Ich machte mir etwas Sorgen, dass ONIICHAN negativ darauf reagiert und warnte ihn vor, dass er das akzeptieren muesse. Aber er schien gluecklicherweise keinerlei Probleme damit zu haben. Als wir gegen 14.30 Uhr im Kindergarten auftauchten, kam natuerlich wieder die Frage “Papa?” Klar, aus dem Grund haben meine Kinder auch einen japanischen Familiennamen. Es zeigt aber, dass anscheinend mein Mann nicht oft genug die Kinder abholt, dass jeder einzelne von Eltern und auch einigen Aushilfeerziehern lernen kann, dass Papa Japaner ist.

Oniichan und ich sollten eigentlich draussen Getraenke verkaufen. Leider begann genau vor dem Beginn des Fests so ein starker Regen, dass der Verkauf der Getraenke auf Innen verlegt wurde.

Sommerfest im Regen

Aber Kinder sind durch Nichts zu erschuettern.

Goldfische fischen, eine typische Aktivitaet bei japanischen Sommerfesten

Und Oniichan begann mit einem Japaner zusammen KAKIGOORI, geraspeltes Eis mit Sirup zu verkaufen.

Kakigoori, Sommerfest

Den Erzaehlungen zufolge schienen beide ihren Spass zu haben, auch wenn es wie aus Eimer regnete. Und Oniichan beeindruckte anscheinend einen jeden mit seinen tollen Japanischkenntnissen,  ich wurde in der Folgezeit staendig dafuer gelobt, dass “mein kleiner Bruder” so gut Japanisch spricht. Ja, ja, das liegt in den Familiengenen… *haha*

Wetterzwischenspiel

Heute ist der erste Tag, wo mal die Sonne zeigt, dass es sie wirklich gibt. Und ich habe -heute mal – GGs Futon mal ohne Strom zu trocknen gewagt, nachdem Toechterles Dach Blase zum 3. Mal am Stueck undicht war. Irgendwie muss bei ihr wirklich ein Zusammenhang zwischen Regen und Auslaufen sein. *seufz*

Aber das Glueck soll nicht lange waehren. Die naechste Regenfront ist offiziell angekuendigt, und mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden wir wieder am Wochenende absaufen den Dauerregen Marke -Ich kippe mir 20 l Eimer ueber den Kopf – aus vollem Halse geniessen duerfen.

Regenzeit, die 2.

Ja, ja, wenn man nur mit dem halben Ohr hinhoert: Bei den 70 ml handelte es sich nicht um die zu erwartende Gesamtmenge, sondern um die zu erwartende Hoechstmenge pro Stunde. Hier in der Stadt werden bis zu 250 ml erwartet, und an einigen Orten hier in der Praefektur warnen die Wetterfroesche vor bis zu 400 ml.

Heute beim Einkaufen bei Regen, der die Heftigkeit von “Ich nehme eine 10 l Eimer und kippe ihn mir ueber den Kopf” hatte, ist mir aber eine Sache bewusst geworden, wie japanisiert ich schon bin. Wenn das in Deutschland gewesen waere, haette ich bestimmt schon lauthals ueber die Menge und die Anzahl der Regentage geflucht. Jetzt nach 10 Jahren Japan entreisst mir das allerhoechstens noch einen Stossseufzer und ein “Shou-ga-nai. Gambarou!”-Gefluester. (Auf gut Deutsch: Das ist nichts, was man dagegen machen kann, also ertragen wir es und tun unser Bestes und machen das, was notwendig ist, auch wenn es nicht das ist, was ich persoenlich waehlen wuerde.)