Die singende Dame vom letzten Sonntag hatte mir zu einer Ausstellung eingeladen, wo sie und ihr Sohn Werke ihrer Kunstwerkstatt vorstellen wuerden. Goettergatte sprach auch wie aus heiterem Himmel von “Ich will ins naturhistorische Museum gehen”, also erklaerten wir den Sonntag zum Museumstag. Wir fuhren erst in das Shimada Kunstmuseum , das in einen kostenpflichtigen Teil mit einer festen Ausstellung und einem kostenfreien Teil fuer staendig wechselnde Ausstellungen von Kuenstlern oder Kunstgeschaeften geteilt ist. Zwischen den beiden Gebaeuden befindet sich ein schoener traditioneller Park, der mit Sicherheit zu jeder Jahreszeit schoen ist. In der permanenten Ausstellung geht es um den Samurai Miyamoto Musashi, der nach dem Tode seines Lehnsherrn ohne Anstellung war und die restlichen 4 Jahre hier in Stadt als Kuenstler und Handwerker verbrachte.
Soehnle hatte sich aber genau auf der Fahrt zum Museum ueberlegt, dass er jetzt und nicht spaeter Mittagsschlaf halten wolle und war auch nicht wachzubekommen. Daher nahm ich unser 12-kg Baby Kleinkind auf die Schulter und trug ihn durch aus Ausstellung. Aber auch wenn man dieses Gewicht gewoehnt ist, so hatte mir das trotzdem die Lust auf die permanente Ausstellung genommen, so dass wir im Park die Schoenheiten des Spaetherbstes genossen und Toechterle eine Chance gaben, mit ihren neu gewonnenen Freundinnen ausgiebigst umher zu rennen und Eicheln zu sammeln.
Im Auto wachte Soehnle natuerlich wieder auf, so dass wir uns doch entschlossen, noch zum naturhistorischen Museum zu fahren. Dort im HATSUBUTSUKAN (eigentlich hakubutsukan), wie Toechterle es nannte, gab es eine Sonderausstellung ueber die Raumsonde Hayabusa, die trotz eines extrem niedrigen Forschungsbudgets und diverser technischer Probleme auf dem Flug es geschafft hatte, sicher auf dem Astroiden Itokawa zu landen und am 13. Juni 2010 wieder sicher in Australien zu landen.
Die Kinder waren auch begeistert, auch wenn sie das Ganze mit Kamen Raider Fourze (ausgesprochen (Metamor)phose) kommentierten, bei dem das Thema Weltraum ist. Ich selber wollte schon immer mal gerne mit den Kindern in das Museum hier gehen, weil ich selber als Kind ein begeisterter Besucher des Naturhistorischen Museums in Magdeburg war, sehr zum Leidwesen meiner Oma, die jedes Mal 3-4 Stunden ihres Lebens dafuer aufwenden musste, bis wir die Runde rumhatten.
Das Museum hier in der Stadt ist nicht annaehernd so gross, aber fuer Kinder schoener, finde ich. Es gibt sehr viel zum Ausprobieren, besonders im Bereich Physik, es gibt die Moeglichkeit, Fossilien anzufassen und Einschluesse mit Lupen genauer anzusehen. Im Geschichtsteil hat man Suchspiele fuer Kinder eingebaut, um ihnen mehr Anreiz zu geben, die dargestellten Szenen aus verschiedenen Zeitaltern genauer anzusehen. Und es gibt ein Planetarium, auch wenn fuer diesen Sonntag die Karten ausverkauft waren.
Auf dem Rueckweg zum Auto machten wir einen kleineren Umweg durch den Park der ehemaligen Feudalfamilie Hosogawa, wo unsere Kleinen begeistert rote Ahornblaetter und gelbe Gingkoblaetter aufsammelten. Ein schoener Abschluss fuer einen schoenen Tag.










