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Fortsetzung zu Schock am fruehen Morgen

Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf am Montag drehte Toechterle wieder auf 100% Leistung auf, die sich in Riesenappetit und sehr angeschlagenen Nerven von Mama erkenntlich zeigten. Oh, Freude, wenn das jetzt 2 Wochen so weiter geht. Wo ist die von der Aerztin versprochene angekuendigte selbstgewollte Ruhe einer Mumpskranken? Anscheinend muss Toechterle bei der Gebrauchsanweisung zu “Wie bin ich mumpskrank” irgend etwas ueberlesen haben.

Dienstag war nicht besonders viel besser, die Wange schrumpfte im gleichen Grade zurueck wie der Munterheitsgrad von Toechterle anstieg. Mittwoch frueh wachten Mann und Soehnchen mit Fieber auf, so dass schlimme Vorahnungen und Dejavues an die Zeit kurz nach unserem Einzug hier wieder aufstiegen. Auf alle Faelle schickte ich die beiden zum Arzt und bat sie auch, Toechterle noch einmal mitzunehmen und zu fragen, ob den wirklich 2 Wochen noetig seien. Die Antwort Nr. 1 der Aerztin: Nein, wenn die Schwellungen weg seien, koenne Toechterle wieder gehen. Die Antwort Nr. 2: Nein, Soehnle hat mit grosser Wahrscheinlichkeit keinen Mumps, was bei mir doch mittelgrosse Erleichterung ausloeste. Und siehe da, am Tag darauf war er wieder kindergartenfit und hatte nicht die kleinsten Spuren von Fieber oder Schwellungen.

Da eines meiner Kinder meine Brille kaputt gemacht hat, beschloss ich den Tag zum Brillenkaufen zu benutzen. Toechterles Wange war mittelweile auf fast Normalgroesse zusammengeschrumpft, selber war sie unternehmungslustig wie eh und je, und dazu hatte sie auch einen Appetit, der dann in 4 Sushitellern, Karaage UND noch einem Dessert hinterher endete.

Heute morgen wachte ein voellig normal aussehendes, schmerzfreies und putzmunteres Maedchen auf, das langsam, aber sicher voellig genervt war, weil es weder mit der Nachbarstochter spielen noch in den Kindergarten gehen noch alleine das Wohnviertel unsicher machen durfte. Um ihr den Tag doch noch etwas zu versuessen, nahm ich sie mit zu Karaoke, wo sie erst 25 min Ampanman no March und andere Lieder aus einer Kinderliedersendung traellerte, bevor sie anfing, mit dem Ladenangestellten zu flirten. Das war fuer mich der Punkt, wo ich doch ernsthaft darueber nachdenke, sie morgen wieder in den Kindergarten zu schicken, damit Goettergatte auch genuegend nach der Nachtschicht ausschlafen kann. Ich sprach also heute mit dem Kindergarten, und sie werden die Kleine morgen frueh begutachten, ob noch irgend etwas von Schwellung zu sehen ist. Falls ja, dann muss sie halt leider doch noch 3 Tage warten…

Schock am fruehen Morgen

Heute morgen wachte ein kleines Maedchen auf, nur um sich weinend bei mir zu beschweren, wie weh den ihre rechte Wange tue. Und als ich ihr ins Gesicht sah, konnte ich zu meinem Schock nur feststellen, dass diese auch richtig schoen angeschwollen war.

So fuer mich als Laien gab es zwei naheliegenden Loesungen: Karies oder Mumps. Da aber sowohl ich als auch die Erzieherin im Kindergarten NICHT auf ersteres tippten, nahm ich sie mit zu unserer Kinderaerztin, die leider unsere Diagnose bestaetigte: Es war Mumps. Fuer Toechterchen heisse das jetzt 2 Wochen zuhause bleiben und nicht mit ihrer Freundin, der Nachbarstochter spielen. Und nicht in den Park gehen duerfen.

Es gibt nur eine Sache, die mich etwas verwundert. Die Aerztin wies mich daraufhin, dass bei Mumps jeder Bissen unertraeglich weh tun wuerde, so dass ich mich darauf vorbereiten solle, dass sie nichts Festes essen solle. Zu Mittag hatte aber meine Kleine zugegebenermassen nicht viel Appitit, aber sie ass Reis und die Fleischkloesschen, die ich ihr in das Bento am Morgen gepackt hatte. Und auch mit den Fruechten hatte sie nicht das geringste Problem. Also entweder hat sie den Hoehepunkt der Krankheit noch nicht erreicht. Oder aber sie hat eine sehr leichte Form der Krankheit und muss vielleicht nicht so lange warten, bis sie wieder fit ist.

10 Tage sind um

. . .und irgendwie haben weder die Kinder noch ich wirklich ganz verstanden, dass das Ganze nicht nur ein laengerer Urlaub ist. Toechterle erzaehlt allen, dass sie in jenen Kindergarten in der alten Stadt geht, womit natuerlich keiner was anfangen kann und nur komische Gesichter macht. Und gestern kam auch die Frage, wann sie denn wieder gehen duerfte.

In Bezug auf das Auspacken gebe ich zwar mein Bestes, aber zwischen Kinderhueten und Haushalt bleibt da nicht viel Zeit. Die kleingemachten Kisten vor dem Eingang werden zwar immer mehr, aber irgendwie scheinen sich die Kisten fortzupflanzen, weil ueberhaupt kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Ich hoffe nur, dass ich es koerperlich bis zum Montag durchhalte, bis die Kinder zumindest stundenweise wieder in den Kindergarten gehen koennen. Denn nach 10 Tagen Durcharbeiten und erkaeltete und/oder windpockenkranke Familienmitglieder pflegen bin ich einfach nur noch fertig.