Schlagwort-Archive: Geburtstag

Toechterles Geburtstag

Eigentlich hatten wir uns den Geburtstag am 21. richtig planmaessig vorgestellt: Frueh gratulieren, Geschenke uebergeben, eventuell mit den Kindern in den Zoo oder wo sie sonst hinwollten, nachmittags den “traditionellen” japanischen Geburtstagskuchen essen und abend vielleicht doch mal was Ausgefalleneren zu sich nehmen. Soweit der Plan, der dann wegen einer Sache voellig in die Hosen ging: Goettergattens Arbeit. Genau am Sonnabend hatte er 24-Stunden-Schicht. Dann ergab sich aber, dass sowohl er als auch Austauschschuelerchen einen freien Tag haben sollten, so dass man ja das Ganze auf den Tag verschieben koennte. Aber Pustekuchen! Natuerlich wurde einem wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht, und Maennle rief mich am Freitag an, dass sein Arbeitsplan geaendert worden sei und er doch am Montag arbeiten muesse. *freude* Ausserdem hatte sich J. fuer Sonntag schon mit Schulfreundinnen verabschiedet, so dass wir voellig spontan umplanen mussten: Toechterle bekam ihre Geburtstagsfeierlichkeiten stueckchenweise…
-Geschenke gab es am Abend des 20.4.
-Glueckwuensche gab es am Morgen des 21., und am Abend nahm ich die 3 Kinder mit zum Onsen und ging dann einfach mit ihnen essen.
-Am Sonntag, damit Maennle schlafen kann, ging ich mit Toechterle und Soehnle zu Karaoke, was sie sooo toll fanden, dass unbedingt noch eine Stunde laenger gemacht werden musste, auch wenn Soehnle zwischendurch schlapp machte und auf der Couch schlief. Und wegen der fortgeschrittenen Zeit und etwas Ruhe, die ich brauchte, ging Maennle mit den 3 Kindern Okonomiyaki essen.
-Fuer die Geburtstagsfeier am Montag hatte ich eine Torte mit einem Bild von Toechterles angebeteter Yellow Buster bestellt. Gut, die Feier fuer den Tag fiel zwar ins Wasser, aber die Bestellung lief ja trotzdem noch. Daher gab es zur grossen Freude von besonders den kleinen Kindern noch Torte als Nachtisch.

Toechterle zu ihrem Geburtstag befragt antwortete sie nur mit “sehr zufrieden”. Nun gut, das ist ja auch das Wichtigste.

Kindermund am Heiligabend

In Japan hat es sich zur Tradition entwickelt, am 24. Dezember Sahnetorte zu essen, die entweder mit Schokolade oder mit Erdbeeren belegt wird. Ja, Erdbeeren gehoeren zur japanischen Weihnacht wie Stollen zur deutschen.

Fuer unsere Kinder bestellten wir wieder eine Sahnetorte bei der Baeckerei um die Ecke, die wir dieses Mal fuer beide Kinder mit Cure Melody und Gokai Green bemalen liessen.

Die Kinder bestaunten die Torte mit offenen Mund, bis sich Toechterchen losriss und uns Eltern fragte: Wer hat denn eigentlich Geburtstag? Mein Bruederchen?
Papa: Nein, das ist doch ein Weihnachtskuchen.
Mama: Du weisst doch, was sie in der Sonntagsschule gesagt hatten: Jesus wurde heute geboren.
Darauf finden beide Kinder an zu singen: “Happy birthday to you, happy birthday to you, happy birthday dear …(kleine Denkpause)… Jesus, happy birthday to you.”

Naja, ganz so unrecht haben sie ja nicht… !

Geburtstagsfeier

Die Kinder hatten an diesem Tag ihren letzten Badetag, den wollten wir ihnen nicht vorenthalten. Ausserdem wollten wir noch etwas zuhause vorbereiten, um die Kinder zu ueberraschen. Daher brachten wir sie doch auch an diesem Tag in den Kindergarten.

Mein Mann entschied sich, dass Soehnle sich aussuchen durfte, was er essen wollte. Und das Erste, was er essen wollte, war CHIKUWA *staun*, eine Stockkuchen, bei der ein Teig aus Fischfleisch an einem Stock gebraten wird und der eine essentielle Zutat der traditionellen japanischen Kueche ist. Mir war bis jetzt neu, dass er das soo gerne ist, auch wenn er bis jetzt nie Probleme damit hatte. Aber meine damals 4-jaehrige Tochter hatte ja beim Geburtstagsfeierinterview im Kindergarten auch TAKO – Krake als ihr Lieblingsessen angegeben, auch wenn ich mich bei alle Liebe nicht daran erinnern konnte, wann wir das zum letzten Mal gegessen hatten. Die Erinnerungen und Eindruecke von Kindern sind schon witzig.

Jedenfalls brachte Goettergatte dann noch ONIGIRI – Reisbaellchen mit Fuellung und Reisbaellchen aus einem Huehnerfleischreismix, KARAAGE – ausgebackene Huehnerfleischstueckchen und Salat mit nach Hause.

Nach dem Essen gab es Geschenke fuer Soehnchen, und besonders ueber die roten Schuhe und das rosane T-shirt war er voellig begeistert und musste beides auch unbedingt am naechsten Tag im Kindergarten anziehen. Und die Ueberraschung gelang, und mein Mann freute sich wirklich sehr ueber seine Geschenke. Dann holte mein Mann den Kuchen aus dem Kuehlschrank, und beide Kinder brachen in grosssssssssssse Freundenschreie aus. Das Bild war wirklich toll gezeichnet, und selbst ich als jemand, der nach 10 Jahren japanischen Kuchen nicht mehr sehen kann, war positiv ueberrascht, das dieser sogar gewisse Kaufaehigkeit hatte und nicht wie viele aehnliche Sahnetorten sofort in suesse, klebrige Fluessigkeit zerlaeuft. Insgesamt ein absolut gelungener Geburtstag…