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Soehnles Spitzname

Auch wenn wir seit Monaten eigentlich auch versuchen, es ihm abzugewoehnen, so nennt sich Soehnle selber konstant immer “Baby”. “Baby moechte das.” “Baby macht jetzt das.” Dabei kennt und reagiert er auf seinen wirklichen Namen und nennt ihn neuerdings auch, wenn man ihn ”O-namae wa?” (Wie heisst du?) fragt. Aber dann heute frueh im Kindergarten. Ein Maedchen seiner Gruppe kommt und fragt doch prompt: “Bebii wa?” (Wo ist Baby?) *umkipp*

Die Leiterin gefragt, wurde mir dann gesagt, dass er jetzt von der ganzen Gruppe so genannt wird, auch wenn auch die Erzieherinnen ihr Moeglichstes tun und es ihm abzugewoehnen versuchen.  Dass er auf die Frage nach seinem Namen jetzt einen echten Namen nennt, ist ja schon der erste Schritt. Aber bis “Baby” Geschichte ist, wird wohl noch viel Wasser den Shirakawa hinterfliessen muessen.

Naja, im Englischen ist das Wort Baby nicht auf Saeuglinge beschraenkt, und eine fruehere Kollegin in Wales hatte ihre 3-jaehrige Tochter auch “Baby” genannt, wogegen Soehnle ja noch 2 ist. Und die 17-jaehrige Hauptdarstellerin in “Dirty Dancing” lief ja auch unter dem Spitznamen. Aber Zukunftsfaehigkeit hat der Spitzname im Gegensatz zu Toechterles nicht: Er ist und bleibt ein Junge, und irgendwann kommt bestimmt auch der entsprechende Stolz auf seine Maennlichkeit, dass er die Benutzung eines solchen Namens sicherlich streng untersagen wird.

Und er laeuft :)

Tätärötääääää: Ein kleiner Mann hat heute seine erste Schritte gemacht und sich an der Tischplatte und an einem Spielherd entlang bewegt. Fuers Protokoll: mit 9 Monaten und einem Tag. Sicher ist das alles noch sehr wacklig und langsam, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Das klassische Krabbeln wird auch immer besser, es ist schon so knuffig zu sehen, wenn ein kleiner Junge ein Zielobjekt wie Spielzeug oder Mama anpeilt und dann loslegt. Ich kann’s nicht aendern, aber so wie er sich dann bewegt, sieht er wirklich aus wie ein kleiner Welpe. Aber Hundebabys muessen ja auch die gleichen Sachen lernen, von daher ist es wiederum auch nicht so verwunderlich.

Um mal das Thema zu wechseln, hier in der Praefektur finden gerade die Auswahlen auf Praefekturebene fuer die besten Sportteams der verschiedensten Sportarten statt. Und N. ist natuerlich mit hin. Heute haben sie wohl gewonnen, selbst gegen eine Oberschule, die wohl bei Trainingswettkampf staerker war. Aber so wie sie uns heute abend nach dem Heimkommen erzaehlte, sind die morgigen Gegner wohl so stark, dass ihre Schule verlieren wird. Trotzdem haelt sie diese Aussicht nicht davon ab, am Sonntag frueh um kurz nach 6 Uhr den ersten Zug zu nehmen, um ihre Jungs anzufeuern. Ich druecke ihnen trotzdem die Daumen, dass es nicht so schlimm wird wie befuerchtet.

Er steht ^^

Heute, wo unser Kleiner wieder mal einen Monat zu seiner Lebenszeit hinzufuegte, wuerdigte er diesen Tag auch mit einem neuen Schritt in seiner Entwicklung: Er stand auf.

Seit einiger Zeit fand unser Buecherregal Gefallen in seinen Augen, und er schien die unterste Reihe nach Buechern zu begutachten. Und anscheinend hatte er sie jetzt ausgelesen, jedenfalls zog er sich heute hoch und ging die naechste an. Ach ja, d.h. jetzt faengt wieder die Zeit an, wo man nichts bis zu in 70 cm Hoehe liegen lassen kann, weil dass sonst sofort ausgiebigst untersucht und beschleimt wird. Ein Aspekt in der Kleinstkinderzeit, auf den ich mich nicht besonders freue. :(

Uebrigens evoltiert seine Fortbewegungsmethode immer mehr in Richtung klassisches Krabbeln. Auch wenn er immer noch gerne die Methode “Beide-Beine-unter-den-Bauch-schieben-und-dann-den-Koerper-nach-vorn” zu moegen scheint, so nehmen die echten Krabbelperioden immer weiter zu. Ein kleiner Junge scheint wohl auch zu merken, dass die Methode effezienter ist. Und mit Krabbeln ueberwindet man auch Stufen. Ich bin bloss froh, dass wir keine Treppe im Haus haben, das waere jetzt echt der Alptraum aller Eltern.

Und ich hatte mir mal Sorgen gemacht, weil er nicht wie Schwesterchen die Rolle vom Bauch auf den Ruecken machte, nachdem er den Dreh fuer die Bauch-Ruecken-Drehung aushatte. Aber anscheinend lag es wirklich an Keine-Lust-haben, denn wenn denn noetig, legt er perfekte Rollen hin. Aber vielleicht ist er ja auch nur ein Froschkind, wie das japanische Gegenstueck zu “Der Apfel faellt nicht weit vom Stamm.” heisst. “Das Kind vom Frosch ist ein Frosch.” Seine Mutter soll ja auch mal in der Kinderkrippe einen roten Punkt bekommen haben, weil sie sich nicht vom Bauch auf den Ruecken drehen wollte. Und ihre Mutti wurde angewiesen, doch dass mit Toechterle zu ueben…

Wieder ist ein Monat vergangen, und wir haben es wieder mal mit Essen probiert. Und … nein, natuerlich hat man kein Interesse an Essen, wenn man auch von Mamas (anscheinend sehr leckrer) Milch grosswerden kann. Naja, dann eben im Juni noch einmal. Sorgen sollte ich mir aber weniger machen, in unserem Krankenhaus sind viele, deren Kinder erst mit einem Jahr angefangen haben zu essen, und dann aber auch gleich das Normale vom Abendbrotstisch, vielleicht hoechstens etwas kleiner geschnitten als fuer aeltere Kinder.