Aua

Anders kann man es nicht nennen.

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Kleiner Baer hatte laut Zeugen (?) einen Unfall mit einer Toilette und bekam wohl auch gleich erste Hilfe im Waschbecken, um dann als Haeufchen Elend an der Badezimmertuer zu haengen. (Und nein, ich moechte keine Details zu dem Unfall wissen.) Da machte Mama dann kurzen Prozess und gab Baerle in die Waschmaschine, woraus er flauschiger als je zuvor wieder auferstand.

 

Krank

Seit Anfang September machte ich gesundheitsmaessig eine Achterbahnfahrt durch, immer irgendwie in der Hoffnung, dass sie das mal geben koennte und der Koerper seine Heilungskraefte aktiviert. Seit letztem Donnerstag scheint aber ein neuer Tiefpunkt erreicht zu sein, der sich in Appetitlosigkeit, Uebelkeit, Magenschmerzen, Schwaecheln und anderen netten Symptomen aeussert. Kurz gesagt, mir geht es sch…sse. Gestern reichte es mir, und ich besuchte unseren Haus- und Hofarzt. Und er diagnostizierte es sachlich mit I-CHOU-EN – Magen-und-Darm-Entzuendung. Ich bekam also Tabletten, die Anweisung, meinen Wasserhaushalt mit bestimmten, von mir absolut “geliebten” Drinks aufzubessern und den Rat, dass ich nichts zu essen brauche, wenn mir nicht wie essen ist.

Das habe ich jetzt schoen seit gestern abend befolgt, und jetzt hoffe ich mal, dass ich diese ungewollte Diaet bald beenden darf. Denn 2-3 kg hat mich das Ganze schon gekostet.

Stadtfest

Meine Kimonolehrerin hatte mich gefragt, ob ich nicht dieses Jahr wieder am Stadtfest teilnehmen wollte und ich entschied mich, es doch noch einmal zu machen. Eigentlich mag ich ja Taenze lieber, aber der Umzug durch die Stadt ist ja auch nicht uebel, wenn auch sehr anstrengend.

Leider hatten wir dieses Jahr nicht so viel Glueck, so dass sich unsere Gruppe schon um 6 Uhr in der Stadt treffen sollte. Das hiess dann aber, dass wir den 5.16 Uhr Bus nehmen mussten. Und dementsprechend hiess das natuerlich noch frueher aufstehen, da ich nicht nur mich, sondern auch meine Kinder fertigmachen musste. Dementsprechend klingelte der Wecker zu der unchristlichen Zeit von 3.45 Uhr.

Soehnle stand sogar selber auf und tippelte auf der Suche nach Mama schon um 4.15 Uhr durch die Wohnung. Toechterle bedurfte groesserer Weckanstrengungen, aber sie stand dann doch puenktlich in der Tuer. Der Bus kam dann auch gleich, und in der Stadt angekommen folgten wir den Stroemen der Menschen.

Soehnle war ganz aufgeregt, als er die ganzen Buden sah. Es war ziemlich schwierig, ihn sicher daran vorbei zu buxieren, damit wir am Treffpunkt puenktlich ankommen wuerden. Die Wartezeit war wieder sehr lange, was natuerlich anstrengend fuer die Kinder war. Gluecklicherweise interessierten sich die Kinder fuer die zahlreichen ONEE-CHANs – die grossen Maedchen -, so dass sie viel Zeit mit ihnen verbrachten.

Gefuehlte 2 Stunden spaeter oder so kam endlich das Pferd, und unserer Gruppe begann sich zu formieren. Leider ging der Umzug durch die Budenstrasse, so dass ein kleiner Junge gewaltig anfing zu betteln, dass wir doch endlich mal zum MATSURI – Fest – gehen sollten. Das sollte sich leider auch die naechsten 2 Stunden nicht grossartig aendern, und gepaart mit den sich immer wieder wiederholenden Muedigkeitsattacken artete das Ganze doch in mehr Stress als Freude aus, so dass ich mich fragte, ob ich dieses Jahr zu meinem letzten erklaeren sollte.

Dann geschah aber das grosse Wunder und Soehnle fand in den letzten 15 min ploetzlich sichtlich Spass an dem ganzen Spektakel. Und er rief die Sachen mit und wedelte mit voller Kraft mit seinem Faecher.

Nach 3.5 h Laufen kamen wir in dem kleinen Park am Schloss an, wo wir etwas zu essen bekamen und man auch Snacks an die Kinder verteilte. Bis zum Beginn der 2. Haelfte sollte unsere Gruppe 4 h Zeit haben, und da Soehnle verdaechtig fertig aussah, beschloss ich, trotzdem die relativ lange Fahrt nach Hause anzugehen. Denn zugegebenerweise geht es mir schon seit September nicht besonders gut, teilweise richtig schlecht, und die fruehe Aufstehzeit und das viele Laufen forderten ihren Zoll.

Das Problem war auch, was ich mit dem nun sichtlich mueden Soehnle machen sollte. Sicherlich kann man Toechterle schon mal etwas alleine lassen, aber einen halben Tag waere doch eine Zumutung. Da hatte ich ein Heureka-Erlebnis und ging meine Freundin und ihre ATS fragen, ob sie nicht mit mir tauschen wolle. M. war voellig begeistert, sie hatte sich schon darauf gefreut, als ich ihr das erste Mal davon erzaehlt hatte, nur leider hatte ihre Gastmama andere Plaene fuer den Tag. Und jetzt hatte auch ihre Gastmama nichts mehr dagegen, wenn M. dorthin gehen wuerde.

Ich schlug also den Bus nach, zeigte ihr auf der Karte den Weg und erzaehlte ihr, dass sie eigentlich nur den Leuten in traditioneller Kleidung folgen und dann Leute in der gleichen Kleidung finden muesse. Und das ging wohl spaeter ihrer Erzaehlung zufolge auch ohne Probleme. Nur leider musste sie wegen des Regens 2 Stunden warten, bis der Umzug weiter ging, was wohl etwas nervig war. Aber dann war es wohl das absolute Erlebnis fuer sie.

Ich fuer meinen Teil war froh, dass ich nicht gegangen war, weil es dann Soehnle wirklich entschaerfte und er ganze 3 Stunden am Stueck schlief. Das waere eine Katastrophe geworden, wenn er das unterwegs gemacht haette. Und ich nickte auch irgendwann weg und stellte nach meinem Aufwachen entsetzt fest, dass die Strasse ja nass war.

Am Abend kam M. dann zu uns zum Essen, weil es ihre Gastfamilie nicht so frueh nach Hause schaffen sollte. Und da schwaermte sie von dem Erlebnis. Das freut einen natuerlich und machte auch den ganzen Aufwand wert.