Das letzte Mal Kinderklub

Heute ist nun der 28. Januar, und so schnell ging der Januar und somit der lang erwartete Kinderklub vorbei. Von den 9 Teilnehmern kamen 7, wobei sich ein Maedchen auch schon in der letzen Woche von mir verabschiedet hatte. Die Kinder waren mit Feuer und Flamme bei den Spielen dabei und erst recht, als es um das Topfschlagen ging, ein Spiel, das keiner von ihnen kannte. Die deutsche Schokolade wurde da auch mit Freude und Appetit verspeist in Empfang genommen. (Psst! Essen ist eigentlich unerwuenscht in Kulturhaeusern.)

Am Ende eines jeden Kurses gibt eine anonymisierte Umfrage, die die Zufriedenheit der Leute und Wuensche oder Kritik etc. abfragen soll. Die meisten Kinder schrieben ohne zu ueberlegen „sehr zufrieden“. Eine Teilnehmerin schrieb „groestenteils zufrieden“, weil „sie so fruehes Aufstehen nicht mag.“ :) Bei einem Junge war ich aber doch etwas schockiert und dachte erst, er albert rum und hat den ernsten Sinn der Sache nicht verstanden. Er schrieb naemlich „voellig unzufrieden“, und das, obwohl er immer absolut viel Spass zu haben schien und immer freudig bei ALLEN Spielen mitmachte. Er erkannte seinen Fehler und verbesserte ihn. Spaeter redete ich kurz mit seiner Mutter, und sie erzaehlte mir, dass er „den ganzen Morgen schon unzufrieden sei, weil es ihn frustriert, dass heute das letzte Mal sein soll.“ Aha, das war also der Grund.

Mindestens die Haelfte der Kinder wollen so einen Kurs unbedingt noch einmal machen, und eine Mutter meinte, dass sie unbedingt direkt noch mal mit dem Kulturhaus telefonieren will, um um die Organisation eines neuen Kurses zu bitten.  Und sie will auch unbedingt Freundinnen von diesem -wie sie sagte – tollen Kurs zu erzaehlen. Und jetzt bleibt dem zu harren, was da passieren wird. Ich glaube, sooo schlechte Chancen habe ich nicht einmal, weil das Kulturhaus in puncto Internationale Sachen ausser einem Chinesisch fuer die Reise-Kurs nichts weiter anbietet und daher auch das Experiment wagte, einen Kurs fuer Kinder mitten im Jahr zu starten. .

 

Kindermund – und noch einer

Soehnle liebt aus irgendwelchen Gruenden das Anfangslieds des Animes „Cutie Honey“.

Seither traellert er zu allen moeglichen und unmoeglichen Zeitpunkten und an allen moeglichen und unmoeglichen Orten das Lied, besonders die Zeile von 0:44-0:47 Sekunden. Leider macht er bei dem Text einen zugegebenerweise kleinen, aber sehr tragischen Fehler: Er singt nicht: „Oshiri no chiisana onna-no-ko“ (das Maedchen mit dem kleinen Hintern), sondern „Oshiri no naka no onna-no-ko“ (das Maedchen drinnen im Hintern). Und jedesmal bekomme ich eineindeutige Blicke wie z.B. bei der 3-Jahresuntersuchung, was fuer perverses Zeugs er denn da singt. Und ich moechte nicht wissen, wie vielen Fremden ich schon erklaert habe, das es nur das gut bekannte Lied von Cutie Honey ist und er leider einen tragischen Fehler beim Singen macht.

Aber vielleicht sollte ich positiv denken, es geht ja noch schlimmer. Es gab ein Maedchen im gleichen Alter, das in dem absolut harmlosen Kinderlied von der Schnecke nicht „Omae no medama ha doko ni aru?“ (Wo sind deine Augenbaelle hin, Schnecke? … Streck sie wieder raus!), sondern ein KINdama daraus machte, gewisse andere Baelle, die man ganz bestimmt nicht rausstrecken sollte, wenn man sie im Gegensatz zur Schnecke hat. Das Team von Knight Scoop hatte alles Moegliche rangesetzt, den Fehler zu verbessern. Aber sie haben genau so erbaermlich versagt wie ich bei meinem Lieblingssohn.

Kindermund

Am Abend hatten unsere Kinder ihren kreativen Tag und malten auf Magnetmaltafeln, was das Zeugs hielt. Waehrend die Grosse immer wieder geschriebene Liebesbriefe an Mama und Papa entwarf und mir dann zeigte, spielte Soehnle Quizmaster.

(Soehnle zeigt mir ein eifoermiges Gebilde.)
S: Was ist das?
M:Hmh, ein Ei?!
S:Bubbuuh! (Geraeusch vom Buzzer fuer falsch) OIMO DESHITA. (Es ist eine Suesskartoffel.
M(innerlich): Aha, auf die Schiene geht es also.

(Soehnle zeigt Mama etwas gebogenes.)
S:Was ist das?
M:Hmh, eine Banane?
S:Pingpong! (Das Geraeusch in Quizsendungen, wenn etwas richtig beantwortet war.) BANANA DESHITA.

(Soehnle bringt wieder etwas an, dass bei aller Gewalt nicht mehr wie Gekrakel aus sieht.)
S: MAMA, NA~N DESU KA. (Was ist das, Mama?)
(Mama ist leicht verwirrt und peinlich beruehrt.)
M: Ehm, Strich, Strich, Punkt, Strich??
S: Pingpong!
(*Mama umkipp*)